Unterweisung

Lehrkräfte und Beschäftigte
müssen für ihren Arbeitsbereich anhand der [?]Gefährdungsbeurteilung in einer verständlichen Form und Sprache über die mit ihrer Arbeit verbundenen Gefährdungen und die Maßnahmen zu deren Verhütung unterwiesen werden (§ 12 ArbSchG, § 6 ArbStättV, § 4 DGUV Vorschrift 1). Der Gesetzgeber unterscheidet drei Arten bzw. Anlässe von Unterweisungen:

  • Erstunterweisung (Neueinstellung, vor Aufnahme der Tätigkeit oder Wechsel des Arbeitsplatzes, Einführung neuer Verfahren wie Software, neue Geräte etc.)
  • Wiederholungsunterweisung (bei Routinetätigkeiten mindestens jährliche Wiederholung, bei Tätigkeiten mit besonderer Gefährdung häufiger)
  • Unterweisung aus besonderen Grund (nach Unfall bzw. Beinah-Unfall, bei sicherheitswidrigen Verhaltensweisen etc.)

Für bestimmte Tätigkeitsbereiche sind besondere Unterweisungen anhand der Betriebsanweisungen durchzuführen (z. B. Gefahrstoffe, strahlende Stoffe, Umgang mit Maschinen, Umgang mit persönlicher Schutzausrüstung).

Schüler und Schülerinnen
müssen nach dem Runderlass „Erste Hilfe, Brandschutz und Evakuierung" unterwiesen werden.
Zusätzlich schreibt die RiSU (Richtlinie für Sicherheit im Unterricht) Unterweisungen für naturwissenschaftlichen Unterricht bzw. für Unterricht in Technik, Werken, Arbeitslehre, Hauswirtschaft und Kunst vor.

Unterweisungen
sind vor Aufnahme der Tätigkeit (z. B. zum Schuljahresbeginn) und bei jeder Veränderung im Arbeitsbereich, bei erstmaliger Benutzung eines Fachraumes oder einer Werkstatt durchzuführen. Unterweisungen sind stets zu dokumentieren (z. B. durch einen Unterweisungsnachweis, durch Klassenbucheintrag oder bei Kursen durch eine Namensliste der Unterwiesenen, die die durchgeführte Unterweisung mit Unterschrift bestätigen).

  1. Lehrkräfte werden durch die Schulleitung unterwiesen bzw. die Schulleitung veranlasst die Unterweisung.
  2. Schülerinnen und Schüler werden durch die Lehrkräfte unterwiesen.

Zur Unterstützung für diese Aufgabe stellen wir nachfolgend kompetenzorientierteUnterweisungsblätter für die Schüler und Schülerinnen als Download zur Verfügung. Diese Vorlage kann entsprechend den schulischen Gegebenheiten angepasst werden. Die Schüler und Schülerinnen unterschreiben diese Unterweisungen. Die Blätter müssen verwahrt werden.

Kompetenzorientiertes Unterweisungsblatt für allgemeine Gefährdungen berücksichtigt die Bereiche:

  • Erste Hilfe
  • Brandschutz und Evakuierung
  • Stolpern, Rutschen, Stürzen
  • Lärm allgemein
  • Sicherheitszeichen
  • Fachräume/Fachraumordnung
  • Betriebsanweisungen Gefahrstoffe, rot
  • Betriebsanweisungen Maschinen, blau

Unterweisung in der Holzwerkstatt

Verantwortlich für Unterweisungen ist der Schulleiter bzw. der Koordinator oder die Lehrkraft, an die der Schulleiter die Verantwortung delegiert hat. Die Fachkraft für Arbeitssicherheit, der Sicherheitsbeauftragte, der Betriebsarzt stehen dem Verantwortlichen beratend zur Seite. In manchen Fällen ist es sinnvoll, andere Fachkundige hinzu zu ziehen (z.B. beim Brandschutz - Feuerwehr).