Gefährdungen im Schalungs- und Stahlbetonbau

Folgende Gefährdungsbereiche sind wesentlich:

  • Herstellen und Rückbau von Brettschalung
  • Herstellung und Rückbau von Bewehrung
  • Herstellen von Beton

Lärm ist eine wesentliche Gefahrenquelle im fachpraktischen Unterricht und belastet somit Schüler wie Lehrkräfte.

Bei der Herstellung von Brettschalungen auf Schaltischen in geschlossenen Werkhallen, können Schalldruckpegel von 100 - 110 dB entstehen.

 

 

Durch die nicht fachgerechte Handhabung von Handsägen, wie hier z.B. die Bügelsäge, können Schnittverletzungen entstehen.

 

 

 

 

 

 

Bei Ausschalarbeiten enstehen Gefährdungen durch herausstehende Nagelspitzen, die noch nicht aus dem ausgeschalten Holz entfernt wurden.

 

 

 

 

Durch hervorstehende Stabstähle, wie bei dieser senkrechten Wandanschlussbewehrung in Augenhöhe, können schwere Verletzungen entstehen. Gleiches gilt für die waagerechte Anschlussbewehrung von Stb- Säulen und Stb- Wänden. Wobei hier die Gefährdung eher durch ein mögliches Hereinfallen in die Bewehrungsanschlüsse entsteht.

 

Durch das unsachgemäße Öffnen von Zementsäcken entsteht eine höhere Staubbelastung. Zudem kann Zementstaub in dei Augen gelangen. Die heute eingesetzten Zemente sind in der Regel als chromatarm eingestuft. Somit wurde die Gefahr der "Maurerkrätze" (allergische Reaktion auf Chromat) für die Beschäftigten eingedämmt. Gefährdungen im Umgang mit Zement sind trotzdem zu berücksichtigen,denn Zement verursacht Hautreizungen, kann schwere Augenschäden hervorrufen und die Atemwege reizen.

Maßnahmen - Betonbau und Schalungsbau

  • Herstellen und Rückbau von Brettschalung
  • Herstellen und Rückbau von Bewehrung
  • Herstellen von Beton
 
  • Bei Schalungsarbeiten über Kopfhöhe muss ein Helm getragen werden.

  • Beim Rückbau von Brettschalungen sind die Nägel aus den Brettern umgehend zu entfernen.

  • Bei der Herstellung von Brettschalungen in geschlossenen Räumen auf Schaltischen muss ein Gehörschutz getragen werden.
 
 
  • Der Gehörschutz muss ab 85 db bereitgestellt werden.

  • Der Gehörschutz muss ab 90 db verpflichtend getragen werden.

  • Den Gehörschutz griffbereit vorhalten.

 

 

  • Beim Flechten der Bewehrung müssen die Körbe auf Böcken in günstiger Arbeitshöhe gelagert werden.

  • Beim Flechten sollten geeignete Handschuhe getragen werden.
 
 
  • Beim Verarbeiten von Bindemitteln Atemschutz Partikelmaske P2 tragen.

  • Nur chromatarme Zemente verwenden.

  • Bei Arbeiten mit Zement im Nassbereich nitrilgetränkte Baumwollhandschuhe oder flüssigkeitsdichte Handschuhe mit Baumwollinnenfutter tragen.

  • Bei der Herstellung von Beton zuerst Wasser dann dosiert Zuschlag und Zement zu geben.

  • Langärmelige Oberkleidung und lange Hosen tragen.

  • Bei allergischen Reaktionen geeignete Hautcreme benutzen. Bei feuchtem Mörtel, Beton und Estrich ist ein wasserabweisendes Hautschutzmittel erforderlich: eine W/O-Emulsion (Wasser-in-Öl).