Kommunikation

Die Kommunikation ist bei der Arbeit in der Schule oder im Studienseminar ein wesentlicher Teil der Arbeit. In diesem Artikel wird die dienstliche Kommunikation im Hinblick auf die Erledigung der gemeinsamen Aufgaben und auf das soziale Miteinander mit Vorgesetzten und Kolleginnen und Kollegen betrachtet.

Bei der dienstlichen Kommunikation geht es vorrangig um die aufgabenbezogene Information untereinander und zwischen allen Hierarchieebenen, um die Abstimmung mit den Kolleginnen und Kollegen und Vorgesetzten und um die gemeinsame Lösung von Aufgaben bzw. Zielerreichung.

Woran lässt sich die dienstliche Kommunikation unterscheiden?

  • Anzahl und Art der Partner (auf gleicher oder anderer Hierarchieebene, in der gleichen Gruppe oder mit anderen Teams oder Abteilungen)
  • Kommunikationsweise (direkt/persönlich oder indirekt, schriftlich oder mündlich/verbal und nonverbal)
  • Genutzte Medien und Formen wie zum Beispiel E-Mail, Messenger- und Chatdienste, Videokonferenz, Teambesprechung, Konferenz oder „zwischen Tür und Angel“
  • Inhalte (Erhalt und Weitergabe von Informationen, von Anweisungen, die gemeinsame Lösung von Aufgaben oder persönliche Belange)

Auf Basis dieser Merkmale lassen sich günstige und ungünstige Bedingungen für die Kommunikation und Zusammenarbeit erkennen.

Als ungünstige aufgabenbezogene Bedingungen gelten:

  • Zu späte und unzureichende Information oder Information an einen nicht passenden Verteiler, beispielsweise bei Vertretungserfordernissen oder wenn bei neuen Lehrkräften das Fehlen von schulspezifischem Hintergrundwissen nicht berücksichtigt wird
  • Eingeschränkte (persönliche) Kommunikationsmöglichkeiten bei unterschiedlichen Standorten, bei Homeoffice eines Teils der Lehrkräfte oder weil Lehrkräfte viel als Einzelkämpfer arbeiten
  • Fehlende Kommunikationsstrukturen (wer informiert wen wann wo wie über was)
  • Fehlende Regelungen zu Beteiligung und Abstimmungsprozessen untereinander

Im sozialen Miteinander werden als ungünstig gesehen:

  • Fehlende Unterstützung bei der Lösung von aufgabenbezogenen Problemen durch Kollegen oder Vorgesetzte
  • Differenzen auf Arbeits- und Sachebene, die als Streit auf persönlicher Ebene ausgetragen werden
  • Diskriminierung von Kollegen und Kolleginnen oder von Vorgesetzten (siehe auch Mobbing)
  • Negative Gerüchte im Kollegium, zum Beispiel über angeblich kontinuierliches Fehlverhalten eines Kollegen, das nicht offiziell benannt wird und somit nicht auf Sachebene geklärt werden kann
  • Fehlendes Interesse an Gemeinsamkeiten 

Verschiedene Maßnahmen und Verhaltensweisen der [?]Beschäftigten können diese ungünstigen Konstellationen vermeiden bzw. mindern und eine gute Zusammenarbeit auf sachlicher, kollegialer Ebene fördern.