Logo zeigt ein stilisiertes Auge mit vier farbigen WimpernLogo zeigt ein stilisiertes Auge mit vier farbigen WimpernArbeitsschutz und Gesundheitsmanagement in Schulen und Studienseminaren

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Unterweisungsanlässe

Der Gesetzgeber unterscheidet drei Arten von Unterweisungen:

  • Die Erstunterweisung erfolgt bei

    • Neueinstellung,
    • Wechsel der Tätigkeit bzw. Arbeitsplatzwechsel,
    • Einführung neuer Verfahren, technischer Ausstattung, Software, neuer Stoffe oder Geräte etc.

  • Die Wiederholungsunterweisung erfolgt bei

    • Routinetätigkeiten mindestens jährlich,
    • häufiger bei Tätigkeiten mit besonderer Gefährdung,
      vergl.§ 4 BGV A1 (GUV-V-A1).

  • Die Unterweisung aus besonderem Grund erfolgt:

    • nach Auftreten eines Unfalls oder eines Beinahe-Unfalls,
    • bei Auftreten von auffälligen, sicherheitswidrigen Verhaltensweisen,
    • wenn sich besondere Gefahren aus der Gefährdungsbeurteilung ergeben.

Für bestimmten Tätigkeitsbereiche sind besondere Unterweisungen durchzuführen. Hierzu gehören z.B.

  • Umgang mit Gefahrstoffen,
  • Umgang mit strahlenden Stoffen oder Geräten,
  • Umgang mit persönlicher Schutzausrüstung,
  • Umgang mit Werkzeugen und Maschinen,
  • für alle Fachbereiche, z.B. Hauswirtschaft, Naturwissenschaften, Kunst, Werken etc.

Warum sollte eine Unterweisung regelmäßig durchgeführt werden?
Durch regelmäßige Wiederholungen bleiben die Unterweisungsinhalte besser im Bewusstsein. Dabei sollten nicht nur Sicherheitsaspekte besonders gefährlicher Tätigkeiten regelmäßig geschult werden. Auch Routinetätigkeiten müssen berücksichtigt werden, bei denen häufig die Gefahr besteht, durch die ständig wiederkehrenden Abläufe unaufmerksam zu werden.

Was muss ein Unterweisungsnachweis enthalten?
Aus dem Unterweisungsnachweis sollte das Thema der Unterweisung hervorgehen (so detailliert wie nötig), das Datum der Durchführung, Name des Unterweisenden sowie die Namen und Unterschriften aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
Die Form ist nicht vorgeschrieben.

Warum ist vom Unterwiesenen die schriftliche Bestätigung über die Teilnahme wichtig?
Die schriftliche Bestätigung der Anwesenheit durch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist eine Absicherung des Unterweisenden, um nachweisen zu können, dass er seiner Pflicht nachgekommen ist, die Beschäftigten über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit zu unterweisen (Rechtssicherheit). Zudem kann so auch nachvollzogen werden, wer bereits welche Unterweisungen hatte und bei wem sie noch ausstehen (Fürsorgepflicht).

Wie lange muss der Nachweis aufbewahrt werden?
Als Aufbewahrungsfrist werden 2 Jahre empfohlen (Abschn. 10 BGI 527), vorgeschrieben sind sie nicht. Im Bereich Strahlenschutz werden Fristen genannt: Die Aufzeichnungen über die durchgeführte Unterweisung nach § 36 Röntgenverordnung und § 38 Strahlenschutzverordnung sind je nach Zutrittsberechtigung zum Kontrollbereich fünf Jahre bzw. ein Jahr lang aufzubewahren und der zuständigen Behörde auf Verlangen vorzulegen.

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