Logo zeigt ein stilisiertes Auge mit vier farbigen WimpernLogo zeigt ein stilisiertes Auge mit vier farbigen WimpernArbeitsschutz und Gesundheitsmanagement in Schulen und Studienseminaren

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Wie sicher ist sicher genug?

Sicherheit und Gesundheit bei schulischen Veranstaltungen

"Ist das auch versicherungsrechtlich abgesichert?" Diese Frage ist jeder Lehrkraft vertraut - und nicht als Frage sondern als Totschlagargument. Dieses Argument wird immer dann verwandt, wenn eine Lehrkraft über den Unterricht mit Tafel, Kreide, Schwamm hinaus etwas unternehmen möchte und versucht, andere Lehrkräfte mit einzubeziehen. Dieses Argument bedeutet in der Regel eine verkleidete Absage.

Ist es aber tatsächlich nur ein versicherungsrechtlicher Aspekt? Dieser Frage soll im folgenden Text nachgegangen werden. Vorweg aber soviel: Es ist nicht notwendig, dass die Lehrkraft, die besondere Veranstaltungsformen anwendet, sich erst besondere Kompetenzen im Versicherungsrecht aneignet.

Entscheidend ist, dass keine Schülerin und kein Schüler Verletzungen oder Schlim-meres erfährt und dass auch kein Sachschaden entsteht. Das ist die eigentliche Verantwortung der Lehrkraft.

Das bezieht sich sowohl auf herkömmliche und vertraute schulische Veranstaltungen als auch auf die zunehmenden Angebote, die außerschulisch entwickelt wurden (z. B. Trendsportarten) und in den Unterricht mit einbezogen werden können.

Dazu muss die Lehrkraft einschätzen können, ob das Vorhaben (z. B. eine Radtour) risikobehaftet ist, und sie muss sehr vertraut mit ihren Schülerinnen und Schülern sein. Es hängt immer von den konkreten Bedingungen ab, ob etwas akzeptabel oder zu riskant ist. Die Lehrkraft hat ihre Entscheidung so zu treffen, dass ein Personen- oder Sachschaden so weit ausgeschlossen ist, wie dies durch gründliche Überlegung und Vorbereitung unter Berücksichtigung aller Umstände zu erreichen ist.

Die eben erwähnte Radtour kann für die eine Klasse vollkommen unbedenklich sein, für eine andere jedoch ein hohes Risiko darstellen. Insofern kann die Frage nach der Unbedenklichkeit einer Veranstaltung nicht grundsätzlich - auch nicht von den Experten für die Schülerunfallversicherung - beantwortet werden. Es hängt von den konkreten Umständen ab, die vor allen Dingen die verantwortliche Lehrkraft kennen und bewerten muss. Die Entscheidung sollte die Lehrkraft mit der gleichen Sorgfalt treffen, als handele es sich um die eigenen Kinder.

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