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Wattwanderung: Vorbereitung und Durchführung

Das Wattenmeer wird entscheidend durch die Gezeiten Ebbe und Flut (Tiden) geprägt. Wenn bei Ebbe das Wasser über die Priele abläuft, kann man den Meeresgrund betreten und das Leben im Wattenmeer beobachten. Dabei dürfen die Gefahren des Wattwanderns nicht übersehen werden, die sich vor allem aus dem ungewohnten Untergrund, dem Problem der rechtzeitigen Rückkehr vor der einsetzenden Flut und unerwarteter Wetterverschlechterung (z. B. Nebel) ergeben.

Vorbereitung

  • Wattwanderungen nur mit einem ortskundigen Wattführer durchführen! Gemeindeverwaltung, Kurverwaltung, Fremdenverkehrsverein oder andere örtliche Behörden können sagen, wann, wo und mit welchen Wattführern Wattwanderungen unternommen werden.
  • Zeit für den Rückweg so berechnen, dass eine rechtzeitige Rückkehr vor dem Einsetzen der Flut gewährleistet ist. Dabei das Leistungsvermögen des schwächsten Schülers zugrunde legen und Zeitreserven einplanen
  • Nach den Tiden erkundigen! Die täglichen Hoch- und Niedrigwasserzeiten sind aus dem Gezeitenkalender ersichtlich (bei den Kurverwaltungen erhältlich). Achtung: Die Gezeiten sind für die verschiedenen Küstenbereiche sehr unterschiedlich!
  • Niemals bei auflaufendem Wasser (Flut) und auf keinen Fall bei Dämmerung und Dunkelheit eine Wattwanderung antreten! (Günstigster Start: ca. 2 Stunden vor Niedrigwasser)
  • Drei Tage nach Vollmond und nach Neumond können, besonders bei auflandigem (in Richtung Küste wehendem) Wind, sehr hohe Hochwasserstände auftreten. Das Wasser läuft dabei in der Regel besonders schnell auf („Springtide“)
  • Wattwandern nur in Gruppen
  • Wattwanderungen nur im Sommer, am Tage und bei ruhigem Wetter und guten Sichtverhältnissen
  • Empfehlenswert: Optisch auffallende, kontrastreiche Kleidung

Durchführung

  • Die folgenden Hinweise dienen nur der allgemeinen Information und können die fachkundige Führung durch einen Wattführer nicht ersetzen.
  • Öfter die Vollzähligkeit überprüfen, auch am Ende der Wattwanderung
  • Abmeldung und Rückmeldung in der Jugendherberge oder bei den Vermietern
  • Auf keinen Fall bei Sturm oder Nebel ins Watt gehen
  • Tritt überraschend im Watt Nebel auf, mit Hilfe des Kompasses den Weg zur Küste suchen. Die Gruppe eng zusammenhalten.
  • Ständig Sprechkontakt halten („akustische Leine“).
  • Achtung: Fußspuren werden vom Wasser überspült
  • Windrichtung merken, das Ziehen der Wolken beobachten
  • Bei Gewittergefahr ist das Betreten des Wattenmeers mit Lebensgefahr verbunden. Wasser und erhöhte Punkte (Menschen) ziehen den Blitz an
  • Senken, Priele, Löcher, Muschelfelder, Steilkanten und Schlickfelder können lebensgefährlich werden, wenn man ihre Tücken nicht kennt (Gefahr des Einsinkens in Schlickzonen).
  • Priele haben starke Strömungen. Sie können den Rückweg abschneiden. Auch flache Mulden werden oft zu Prielen mit starker Strömung. Priele immer schräg mit der Strömung durchqueren
  • Bei Wattwanderung von Booten aus diese gut vor Anker legen
  • Verhalten im Nationalpark Wattenmeer: Das Gesamtgebiet des Nationalparks ist in Schutzzonen eingeteilt. Die Zone 1 enthält besonders wertvolle und empfindliche Bereiche. Diese dürfen nicht betreten werden

Quelle: GUV-SI 8047 (GUV 57.1.38) (siehe Links)

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