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Nachtwanderung: Vorbereitung und Durchführung

Eine Wanderung bei Dunkelheit ist für Kinder und Jugendliche zunächst nichts anderes als Abenteuer – Erlebnis – Spannung – Gefahr. Bei sinnvoller Planung kann sie aber viel mehr bedeuten: Begegnung mit der Einsamkeit, Erleben der Stille, Beobachten der Sterne, Erkennen der Natur.

Ob eine solche Unternehmung gefährlich ist, hängt weniger von der Dunkelheit ab als von der gründlichen Vorbereitung.

Vorbereitung

  • Prüfen, ob in den einschlägigen amtlichen Bestimmungen der Schulbehörden (länderspezifisch) Aussagen über Nachtwanderungen enthalten sind, und ob besondere Genehmigungspflicht besteht
  • Die Zahl der Begleitpersonen muss hoch angesetzt werden. Minimum: 2
  • Der Weg muss den Begleitpersonen gut bekannt sein. Er sollte auch bei Dunkelheit bereits abgegangen worden sein. Dabei empfiehlt es sich, an schwierigen Stellen und an Abzweigungen erforderlichenfalls Markierungszeichen anzubringen
  • Gutes, aktuelles Kartenmaterial besorgen
  • Keine kilometerlangen Wald-Durchquerungen!
  • Keine lange Wanderung planen, immer wieder Sammelpunkte einplanen
  • Beobachtungsaufgaben vorbereiten
  • Es ist ratsam, auch mit den Schülerinnen und Schülern die gesamte Wegstrecke vorher bei Tageslicht zu erwandern. Auf jeden Fall muss die Route mit den Schülern ausführlich vorbesprochen werden
  • Auf Freiwilligkeit achten
  • Unentbehrlich ist eine ausreichende Anzahl von Taschenlampen, frischen Batterien und Ersatzbatterien für alle Begleitpersonen und für (einige) Schüler
  • Jede Begleitperson sollte über Trillerpfeife und Kompass verfügen
  • Das Mitführen von Mobiltelefonen ist bei Nachtwanderungen besonders vorteilhaft. Für Notrufe eignen sich auch Mobiltelefone ohne Telefonkarte (Ruf 112)
  • Geeignetes stabiles Schuhwerk für alle ist in der Dunkelheit von besonderer Bedeutung
  • Nachts kühlt die Luft i.d.R. stark ab. An entsprechende Kleidung und Kälteschutz denken!
  • Wettervorhersage beachten. Empfehlenswert ist die Wahl einer wolkenfreien, hellen Mondnacht
  • Empfehlenswert: warme Getränke in Thermosbehältern
  • Als Gruppenletzte eine Begleitperson und besonders zuverlässige Schüler einteilen
  • Erkundigen, ob Teilnehmer dabei sind, die an Sehschwäche bei Dunkelheit leiden. Gegebenenfalls besonders betreuen oder ausschließen
  • Strecke und Zeit so kalkulieren, dass jederzeit Abbruch und Umkehr möglich ist

Durchführung

  • Abmeldung und Zurückmeldung am Ausgangsort, in der Herberge, im Heim
  • Vierergruppen bilden, Gruppenführer einteilen, Gruppen und Namen notieren.
  • Aufsichts- und Begleitpersonen gehen getrennt
  • Nachtwanderungen nicht bei Regen, starkem Wind, Gewittergefahr oder sonstiger risikosteigernder Witterung
  • Optische und akustische Zeichen vereinbaren für: Stopp, Sammeln, Umkehren u.a.
  • Ausrüstungskontrolle vor dem Abmarsch
  • Einige Zeit nach Einbruch der Dunkelheit kontrollieren, ob einzelne Schüler starke Angstgefühle haben. Gegebenenfalls umkehren
  • Mehrmals Anwesenheitskontrollen durch einzelnes Aufrufen der Namen
  • Lärmen und Rufen unterbinden
  • Ständige und unnötige Benutzung der Taschenlampen vermeiden. Die Augen sollen sich an die Dunkelheit gewöhnen
  • Nicht unnötig vom Weg abweichen. Keine unbekannte Abkürzung wählen
  • Wenn möglich empfiehlt sich etwa nach der Hälfte der Zeit ein Kontroll-Anruf bei einer vorher informierten Stelle (z.B. Heimleiter, o.a.)

Quelle: GUV-SI 8047 (GUV 57.1.38) (siehe Links)

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