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Gefährdungen durch Lärm

Extrem hohe Schallpegel oder kontinuierliches Einwirken von Lärmpegeln über 80 dB (A) können das Gehör dauerhaft schädigen (aurale Wirkung). Die irreparabel zerstörten Sinneshärchen des Innenohrs führen nach und nach zu einer Schwerhörigkeit.
Lärm schädigt aber nicht nur das Gehör sondern wirkt auch extraaural:

"Schallpegelaufzeichnungen während des Unterrichtes in Klassenräumen, Werkräumen, Musikräumen und Sporthallen zeigen bei einem hohen Anteil der Lehrkräfte aller beteiligten Schulkollegien eine deutliche Beeinträchtigung der psychophysischen Verfassung."* Diese Reaktionen können schon bei Schalldruckpegeln wesentlich unterhalb 80 dB (A) auftreten.

"Auffällig ist auch der geringe Erholungswert von Unterrichts-Pausen, so dass sich die psychophysische Leistungsfähigkeit im Sinne zunehmender Erschöpfung von der ersten zu späteren Unterrichtsstunden hin verschlechtert. Die Schallpegel während des Unterrichts übersteigen oft das für "geistige" oder "informatorische" Arbeit günstige Maß um ein Mehrfaches; erste Beobachtungen aus einer Anschluss-Studie "Lärm in Schulen", die sich hauptsächlich auf dieses Phänomen konzentriert, scheinen dies zu bestätigen."*

Die extraauralen Wirkungen haben Auswirkungen auf den Gesamtorganismus, stellen also eine psycho-physiologische Beeinflussung von Organen und Organsystemen dar.

* H.-G. Schönwälder, J. Berndt, F. Ströver, G. Tiesler
Belastung und Beanspruchung von Lehrerinnen und Lehrern
ISBN 3-89701-999-X, 2003

Abbildung aus dem Lehrerbegleitheft zum Video "Tatort Ohr" S.30

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