Logo zeigt ein stilisiertes Auge mit vier farbigen WimpernLogo zeigt ein stilisiertes Auge mit vier farbigen WimpernArbeitsschutz und Gesundheitsmanagement in Schulen und Studienseminaren

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Erste-Hilfe-Material

Desinfektionsmittel
Wer findet die Fehler?

Anzahl und Verteilung der Verbandkästen

Mindestens ein Verbandkasten nach DIN 13 157 Typ C muss an einer zentralen, allen Hilfe Leistenden zugänglichen, Stelle im Schulgebäude (z.B. Sanitätsraum, Schulsekretariat) bereitgehalten werden .

Weitere Verbandkästen müssen, je nach Größe der Schule, vor allem in Bereichen mit erhöhter Gefährdung der Schülerinnen und Schüler (z.B. Sporthallen, naturwissenschaftliche Unterrichtsräume, Werkräume, Lehrküchen, Werkstätten) vorhanden sein. (DGUV Information 202-059)

Die Verbandkästen sollen auf die Schule so verteilt sein, dass sie von ständigen Arbeitsplätzen höchstens 100 m Wegstrecke oder höchstens eine Geschosshöhe entfernt sind. Sie sollen überall dort aufbewahrt werden, wo die Arbeitsbedingungen dies erforderlich machen (DGUV Regel 100-001).

Unterbringung, Zugänglichkeit, Kennzeichnung

Das Erste-Hilfe-Material muss jederzeit schnell erreichbar und leicht zugänglich in geeigneten Behältnissen, geschützt gegen schädigende Einflüsse (Verunreinigung, Nässe und extreme Temperaturen), in ausreichender Menge bereitgehalten (DGUV Regel 100-001).

In Fachräumen müssen Verbandkästen griffbereit zur Verfügung stehen (RiSU).

Verbandschränke dürfen nicht verschlossen sein. Wenn zum Öffnen ein Schlüssel benötigt wird, sollte er unverlierbar am Verbandschrank befestigt werden (z. B. mit einer Kette).

Die Aufbewahrungsstellen für Erste-Hilfe-Material müssen mit einem weißen Kreuz auf grünem Grund gekennzeichnet sein (ArbStättV).

So bitte nicht...

Grundausstattung und mehr

Material nach DIN

Die vorgeschriebenen Füllungen der Verbandkästen sind in unterschiedlichen Normen geregelt:

DIN 13157 Betriebsverbandkasten klein

DIN 13169 Betriebsverbandkasten groß

DIN 13164 Kfz-Verbandkasten

DIN 13160 Sanitätstaschen
(Die DIN wurde zurückgezogen. Der Regelsetzer empfiehlt die Anwendung
von DIN 13157)

Inhaltsverzeichnis für Verbandkästen (Doc)

Zusätzliches Material

Zusätzliches Erste-Hilfe-Material - über den Inhalt des Verbandkastens hinaus - ist aufgrund betriebsärztlicher Entscheidung oder betriebsbedingter Gefährdungen bereitzuhalten (DGUV Regel 100-001).

Zusätzlich zum Material nach DIN kann folgende Zusatzausstattung sinnvoll sein:

  • Fieberthermometer, elektronisch (mit Thermometerschutzhüllen)
  • Kühlelemente, Kältepackungen oder Kalt-Sofort-Kompressen (Einmalartikel). Eine Kälte-Sofort-Kompresse gehört zur DIN 13157. Insbesondere im Sportbereich werden vermutlich deutlich mehr benötigt werden. Hier könnte alternativ ein Schwamm zur Kühlung von Verletzungen vorgehalten werden.
  • Idealbinden
  • Splitterpinzette, Zeckenzange
  • Händedesinfektionsmittel, alkoholisch (nicht für Wunden)
  • Einmalhandschuhe aus Vinyl oder Nitril (kein Latex - Allergiegefahr). Die vier Einmalhandschuhe nach DIN EN 455, die zu jedem Verbandkasten nach DIN 13157 gehören, werden schnell aufgebraucht sein. Wenn man Handschuhe im Spenderkarton anschafft, sollte man je nach Benutzern auf die passende Größe achten.

Desinfektions- und Arzneimittel

Arzneimittel, die nicht für die Erste-Hilfe-Leistung notwendig sind, z.B. Kopfschmerztabletten, gehören nicht zum Erste-Hilfe-Material und damit auch nicht in den Verbandkasten. (DGUV-Regel 100-001)

Medikamente, Salben oder Wunddesinfektionsmittel sind nicht zulässig. Es besteht die Gefahr von Allergien und Unverträglichkeiten.Selbst Kopfschmerztabletten haben Nebenwirkungen.

Sporthallen und Sportplätze

In Sporthallen und auf Sportplätzen sollten zusätzlich Kältepackungen zur Behandlung stumpfer Verletzungen (z.B. Prellungen, Zerrungen) vorhanden sein.

Schule unterwegs

Erste-Hilfe-Material muss bei Wanderungen, Exkursionen, Studienfahrten, Wintersportveranstaltungen, Sportveranstaltungen außerhalb der Sporthalle usw. mitgenommen werden (DGUV Information 202-059).
Für diese Zwecke können z. B. Sanitätstaschen nach der ehemaligen DIN 13160 oder Verbandkästen nach DIN 13164 eingesetzt werden.

Bestandspflege

Das Erste-Hilfe-Material muss regelmäßig überprüft werden. Verbandstoffe mit abgelaufenem Haltbarkeitsdatum müssen ersetzt werden. Pflaster und Wundschnellverband verlieren nach längerer Lagerung die Klebekraft und müssen dann ebenfalls ersetzt werden. Sonneneinstrahlung und häufige Temperaturwechsel beschleunigen diesen Vorgang.

Erste-Hilfe-Material, welches in der DIN nicht mehr vorgesehen ist, sollte entfernt werden. So sind z. B. Schlagaderabbinder nicht mehr zeitgemäß, es besteht die Gefahr von Nervenverletzungen. Lederne Augenklappen und Fingerlinge sind aus hygienischen Gründen problematisch. Verbandwatte wird in Schulen nicht benötigt.

Verbrauchtes Erste-Hilfe-Material ist zeitnah zu ersetzen.

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