Logo zeigt ein stilisiertes Auge mit vier farbigen WimpernLogo zeigt ein stilisiertes Auge mit vier farbigen WimpernArbeitsschutz und Gesundheitsmanagement in Schulen und Studienseminaren

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Gefährdungen

Schadensfeuer in Schulen sind nicht zuletzt durch Maßnahmen des vorbeugenden Brandschutzes relativ selten. Oft wird daher die Gefahr unterschätzt oder verdrängt. Sollte es aber zu einem Schadensfeuer kommen, ist gerade in Gebäuden mit Menschenansammlungen wie Schulen eine große Gefährdung aller Betroffenen vorhanden, auch wenn es sich zunächst nur um einen kleinen Papierkorbbrand handelt.

Die größte Gefahr geht von dem Brandrauch aus. Dieser breitet sich sehr schnell aus und ist hochgiftig.

Der Ernstfall: Brand in einem Schulzentrum in Osnabrück mit Schäden in Millionenhöhe v.a. durch Brandrauch.

Im Brandrauch beträgt die Sichtweite oft nur unter 2 – 3 Meter. Außerdem kann der Brandrauch heiße und unvollständig verbrannte Gase transportieren, die bei Kontakt mit Sauerstoff schlagartig durchzünden können.

Die Gefährdungen durch das eigentliche Feuer sind meist geringer, da dieses zunächst nur örtlich begrenzt ist und daher leicht umgangen oder bekämpft werden kann. Jedoch muss auch hier schnell und überlegt gehandelt werden, der Umgang mit den Feuerlöscheinrichtungen sollte geübt sein.

Eine weitere Gefahr besteht in der aufkommende Panik durch die flüchtenden Personen. Für die meisten Menschen ist ein Schadensfeuer ein psychischer Ausnahmezustand, dem sie unvermittelt gegenüberstehen. Durch den einsetzenden Überlebens- und Fluchttrieb ist dann rationelles Handels meistens nicht mehr möglich. Umso wichtiger ist es daher, das die geordnete Flucht vorher ausreichend geübt wurde und somit automatisch abläuft.

Die Ursachen für ein Schadensfeuer in Schulen können sehr vielfältig sein:

  • Zigarettenkippen (gerade im Toilettenbereich durch die heimlichen Raucher)
  • Kerzen, Adventsgestecke
  • Offenes Feuer bei Versuchsanordnungen oder Aufführungen
  • Kurzschluss, Überlastung oder Dauerbetrieb (auch standby-Funktion) von Elektrogeräten
  • Betrieb von defekten Elektrogeräten oder Verlängerungsleitungen
  • Heiße Oberflächen (Lampen, Heizplatten)
  • Arbeiten durch Handwerker (Siehe Fallbeispiel)
  • Selbstentzündung chemischer Substanzen (Putzmittel, NTW Bereich)
  • Fahrlässige oder sogar vorsätzliche Brandstiftung
  • Schweiß- oder Lötarbeiten
  • Und und und ...

Die Ursachen für weitere Gefährdungen können sein:

  • Unkenntnis durch mangelnde oder fehlende Unterweisungen
  • Fehlende oder defekte Feuerlöscheinrichtungen
  • Verschlossene oder verstellte Notausgänge
  • Verstellte Flucht- und Rettungwege
  • Brandlasten in Flucht- oder Rettungswegen
  • Manipulation der Brand- und Rauchabschlüsse (Festkeilen von Türen, Durchbohren oder Öffnen von Wänden)

 

 

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