Logo zeigt ein stilisiertes Auge mit vier farbigen WimpernLogo zeigt ein stilisiertes Auge mit vier farbigen WimpernArbeitsschutz und Gesundheitsmanagement in Schulen und Studienseminaren

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Maßnahmen

Grundsätzlich darf in der Schule nicht mit Krankheitserregern gearbeitet werden. Aber auch bei nicht humanpathogenem Material ist so zu verfahren, als ob humanpathogenes Material vorläge. Auf hygienisches Verhalten und Sauberkeit am Arbeitsplatz ist daher besonders zu achten:

  • Arbeitstische sollten mit einer flüssigkeitsdichten, desinfizierbaren Abdeckung versehen sein.
  • Schleimhäute von Mund, Augen und Nase d\xfcrfen nicht mit Gegenstäden oder Händen in Berührung kommen, die durch die Arbeit mit Mikroorganismen kontaminiert sein könnten.
  • Essen, Trinken, Rauchen, und Schminken sind nicht gestattet; Nahrungsmittel sind fern zu halten.

Besondere Sicherheitsmaßnahmen sind auch unmittelbar nach der Arbeit mit Mikroorganismen notwendig:

Kultur- und Nährmedien sind mit Namen bzw. Herkunft und Datum zu kennzeichnen.

  • Sämtliche Arbeitsgeräte, die mit Mikroorganismen in Berührung gekommen sind, müssen sterilisiert werden (z.B. Impfnadeln ausglühen).
  • Hände und Unterarme sind mit einem geeigneten handelsülichen Desinfektionsmittel zu desinfizieren und danach mit Seife grüdlich zu waschen (ggf. danach Hautschutzcreme benutzen).
  • Auch der Arbeitsplatz wird mit einer handelsüblichen Desinfektionslösung gründlich behandelt.

Einfache Bakterien- und Pilzkulturen mit unbekanntem Material sowie Mikroorganismen menschlicher und tierischer Herkunft sind nach der Bebrütung geschlossen zu halten und (z.B. mit Parafilm) zu versiegeln. Von eingetrockneten offenen Präparaten geht die Gefahr der staubförmigen Verbreitung aus. Petrischalen mit unbekanntem oder bekanntem humanpathogenem Material auch nach dem Autoklavieren im Vernichtungsbeutel nicht öffnen, sondern unmittelbar in den Müll geben.

Undefinierte Bakterien- und Pilzkulturen sollten möglichst nicht bei 37 oC bebrütet werden, weil sonst humanpathogene Organismen selektiert und angereichert werden können. Bei der Zucht von Schimmelpilzkulturen sollte man sich auf die Verwendung von Kohlenhydrat-Nährsubstraten beschränken, um die Bildung gefährlicher Aflatoxine gering zu halten. Vor Aspergillus-Arten wird besonders gewarnt, da deren Sporen schwere Lungenmykosen hervorrufen können.

Abwasserproben mit fäkalen Verunreinigungen dürfen in Experimenten von Schülerinnen und Schülern nicht eingesetzt werden.

Für das offene Arbeiten mit Bakterien und Pilzkulturen darf man nur definierte, nicht humanpathogene Reinkulturen benutzen, die für die Schule geeignet sind und im Lehrmittelhandel oder von Hygiene- und Universitätsinstituten bezogen werden können.

Die Entsorgung von Bakterien und Altkulturen ist noch am gleichen Tag vorzunehmen. In einem Autoklaven oder Sterilisator wird bei 120 oC und 1 bar Überdruck 20 min lang sterilisiert (Einwegpetrischalen zuvor in einen autoklavierbaren Plastikbeutel legen). Im handelsüblichen Schnellkochtopf sollte 30 min lang sterilisiert werden. Das sterilisierte Material sofort in den Müll oder - bei Flüssigkeiten - in den Ausguss geben.

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