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Ängste

Angst oder die Angststörung ist die häufigste psychische Krankheit: jeder 5. deutsche Erwachsene leidet mindestens einmal in seinem Leben unter einer akuten Angststörung.

Nach der internationalen Klassifikation psychischer Störungen (ICD 10) werden insbesondere unterschieden:

  • Phobien
  • Generalisierte Angststörung
  • Panikstörung
  • Zwangsstörung
  • Anpassungsstörung mit ängstlicher Gestimmtheit
  • Posttraumatische Belastungsstörung

Da Ängste häufig einhergehen mit schweren körperlichen Symptomen werden Menschen mit Angststörungen – ähnlich wie Depressive - oft ausschließlich organisch behandelt.

Viele Betroffene halten ihre Ängste auch für eine „Charakterschwäche“ und versuchen alleine damit fertig zu werden, häufig durch Alkohol oder Tabletteneinnahme, dies lindert die Symptome kurzfristig, aber die Gefahr der Abhängigkeit ist groß.

Da Ängste und „Stress“ sehr ähnliche körperliche Reaktionen auslösen, ist eine klare Unterscheidung auch nicht immer einfach. Beides: Ängste und Stress sind erst einmal lebenserhaltende Reaktionen des menschlichen Organismus auf Gefahren.

Einschneidende Lebensereignisse oder psychische Belastungen, wie chronische Konflikte im Kollegium oder mit Vorgesetzen können (krankmachende) Ängste erzeugen.

„Erst wenn die Ängste ein Ausmaß erreicht haben, dass sie die Fähigkeit eines Menschen beeinträchtigen, sich dem Leben zu stellen und es zu genießen, dann haben wir es mit einer Angststörung zu tun.“ (Wittchen, S. 100)

Wenn berufliche Anforderungen, z. B. Prüfungen so starke Ängste auslösen, dass die psychischen (z. B. Konzentrationsstörung / Beklemmungen / Reizbarkeit etc.) und die körperlichen ( z. B. Herzrasen / Atemnot / Schlaflosigkeit etc.) Symptome dazu führen, dass die Anforderungen nicht mehr erfüllt werden können, muss dringend professionelle Hilfe angefordert werden.

Auch hier gilt: es gibt keine Statistiken, wie viel Prozent der Lehrkräfte an Angststörungen erkranken, aber man muss mindestens von dem Durchschnittswert von 20% ausgehen. Soziale Ängste sind bei gut gebildeten Männern der Mittelschicht ziemlich verbreitet, es wird in dieser Gruppe auch etliche Lehrer geben.

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