Logo zeigt ein stilisiertes Auge mit vier farbigen WimpernLogo zeigt ein stilisiertes Auge mit vier farbigen WimpernArbeitsschutz und Gesundheitsmanagement in Schulen und Studienseminaren

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Umgang mit Maschinen

Der Umgang mit Geräten und Maschinen birgt für Lehrkräfte und Schüler Gefahren. Um dieses Potenzial einzugrenzen sind zur Benutzung Einschränkungen beim Umgang mit Maschinen zwingend vorgesehen. Für Lehrer in Maschinen welche ausschließlich mit Maschinenschein zu benutzen sind und für Schüler in: nicht vorgesehen, unter Aufsicht, teilselbstständig und selbstständig.

(siehe RiSU 4.3.2, Seite 42 f., Tätigkeitsbeschränkungen)

Schülerinnen und Schüler dürfen folgende Maschinen und Geräte nicht betätigen:

  • Hobel- und Fräsmaschinen, ausgenommen Bedienung eines eingehausten Koordinatentisches mit Fräsenschaft ≤ 3 mm (CNC-Maschine)
  • Sägemaschinen wie Kreissäge/Bandsäge/stationär eingespannte Stichsägemaschine, ausgenommen Dekupier- und elektrische Handstichsägemaschinen Sägemaschinen wie Kreissäge/Bandsäge/stationär eingespannte Stichsägemaschine, ausgenommen Dekupier- und elektrische Handstichsägemaschinen
  • Stockscheren mit mechanischem Antrieb   

Zu den genannten Maschinen zählen auch Handmaschinen. Das Betreiben schließt Rüsten, Bedienen, Warten und Instandhalten ein. 

Bei oben genannten Holzbearbeitungsmaschinen ist die Benutzung auch nur Lehrkräften erlaubt, die aufgrund von Ausbildung oder Studium oder durch entsprechende Fortbildungsmaßnahmen die erforderlichen Fachkenntnisse haben.

Elektrische Sicherheit

Ein von Hand geführtes Elektrowerkzeug unterliegt durch die Art des Einsatzes einem hohen Verschleiß. Vor jedem Einsatz ist insbesondere das Zuleitungskabel optisch zu prüfen (Isolationsfehler) und die sichere Funktion des Gerätes festzustellen.

Eine regelmäßige elektrische Prüfung durch einen Prüfer (befähigte Person mit entsprechenden Kenntnissen) ist sicherzustellen.

Gefährdungsbeurteilung und Unterweisung

Grundsätzlich muss vor dem Einsatz von Maschinen eine Gefährdungsbeurteilung erstellt sowie eine Unterweisung durchgeführt werden. Eine Betriebsanweisung ist auszuhängen.

Die folgende Auflistung nennt Beispiele von Gefährdungen beim Einsatz von Maschinen oder Geräten.

Die Ständerbohrmaschine 

Nach Unterweisung ist das Arbeiten von Schülern ab Jahrgang 5/6 unter Aufsicht, Jahrgang 7/8 teilselbstständig, ab Jahrgang 9 selbstständig möglich. Dabei müssen Sicherheitsregeln beachtet werden. Beim Benutzen von Maschinen entsteht ein erhöhtes Gefährdungspotential durch:

  • Erfassen der Haare, Kleidung, Schmuck, Textilien... durch den Antrieb und des Werkzeuges.
  • Getroffen werden durch wegfliegende Späne, drehendes Werkzeug, herumschleuderndes Werkstück oder wegfliegende Teile.
  • Sich schneiden, stechen, verbrennen usw. an Werkzeug, Werkstück, Spänen.
  • Gedränge an der Maschine.
  • Handschuhe dürfen nicht getragen werden.

Bohrmaschine/ Akkuschrauber

Nach Unterweisung ist das Arbeiten von Schülern ab Jahrgang 5/6 unter Aufsicht, Jahrgang 7/8 teilselbstständig und Jahrgang 9 selbstständig möglich.

  • Das Werkstück kann verrutschen, wenn es nicht fest eingespannt ist
  • Bohrmaschinen, bei denen der Bohrer mit einem Bohrfutterschlüsel festgedreht wird, bergen die Gefahr, dass der Schlüssel im Bohrfutter vergessen wird und wegschleudert. Ein Akkuschrauber ist in der Regel mit Schnellspannbohrfutter und Spindelstopp-Getriebe für bequemen einhändigen Werkzeugwechsel ausgestattet
  • die Maschine mit beiden Händen halten
  • sprödes Material kann beim Bohren die Augen gefährden
  • bei größeren und sehr kleinen Bohrlöchern nur unter Aufsicht bohren lassen (hohe Kräfte bzw. Abbruch des Bohrers). Das Problem bei handbohrungen ist die rechtwinklige Führung des Bohrers zum Werkstück.
  • Unfälle können in dem Moment eintreten, in dem der Bohrer unerwartet durch das Werkstück tritt und die aufgewendete Vorschubkraft unerwartet in Leere geht.
  • Gefahr der Handverletzung, wenn der Anwender fühlen will, ob der Bohrer bald durch das Werkstück stößt.
  • Es dürfen keine Handschuhe benutzt werden.

Dekupiersäge

Nach Unterweisung ist das Arbeiten von Schülern ab Jahrgang 5/6 unter Aufsicht  und ab Jahrgang 7 selbstständig möglich. 

Gefährdungen durch:

  • Schnittverletzungen an Sägeblättern
  • Verletzungsgefahr durch gerissene Sägeblätter
  • Verletzungsgefahr durch hochspringende Werkstücke

Schleifmaschinen für Holz

Bandschleifmaschinen- nach Unterweisung ist das Arbeiten von Schülern ab Jahrgang 7/8 teilselbständig und Jahrgang 9 selbstständig möglich. 

Tellerschleifmaschinen- nach Unterweisung ist das Arbeiten von Schülern ab Jahrgang 5/6 unter Aufsicht, Jahrgang 7/8 teilselbstständig, Jahrgang 9 selbstständig möglich. 

Schwingschleifmaschinen- nach Unterweisung ist das Arbeiten von Schülern ab Jahrgang 5/6 teilselbstständig, ab Jahrgang 7 selbstständig möglich. 

  • Schleifstaub kann die Gesundheit gefährden (s. Umgang mit Holzstaub)
  • sprödes Material kann beim Schleifen eine Gefahr für die Augen sein
  • bei Teller- und Bandschleifmaschinen ist die gefahr des Einzuges von Textilien und Haaren gegeben
  • Verletzungen können durch anschleifen der Haut entstehen.
  • Bei rotierenden Schleifmaschinen dürfen keine handschuhe benutzt werden.

Schleifbock für Metall (Werkzeugschärf- und Abziehmaschine)

Nach Unterweisung ist das Arbeiten von Schülern ab Jahrgang 9 unter Aufsicht möglich.

Gefahren entstehen durch

  • Erfassen der Haare, Kleidung, Schmuck, Textilien usw. durch die Schleifscheibe
  • Getroffen weden durch wegfliegende Späne, drehende Schleifscheiben
  • Sich schneiden, stechen, verbrennen an Werkzeug, Werkstück, Spänen
  • Schleifstaub in der Athemluft
  • Gehörschädigung durch Lärm

Heißklebe-Pistole

Nach Unterweisung ist das Arbeiten von Schülern ab Jahrgang 5/6 unter Aufsicht, Jahrgang 7/8 teilselbstständig und Jahrgang 9 selbstständig möglich.

Für Grundschüler ist der Gebrauch nicht zulässig, da das Gefahrenbewusstsein fehlt.

  • Klebepistolen arbeiten mit Schmelzklebstoffen, die durch ein elektrisches Heizelement zähflüssig gemacht werden. Geschschmolzener kleber läßst sich sehr schwer von Haut entfernen und führt zu Verbrennungen.
  • Verbrennungsgefahr: Die an der Spitze austretenden Klebstoffe haben eine Temperatur von 100 bis 140 Grad C.
  • Die heiße Spitze der Klebepistole darf nicht mit der elektrischen Zuleitung in Berührung kommen. 

Hobel- und Fräsmaschinen

Bei diesen und weitenen Holzbearbeitungsmaschinen ist die Benutzung nur Lehrkräften erlaubt, die aufgrund von Ausbildung oder Studium oder durch entsprechende Fortbildungsmaßnahmen die erforderlichen Fachkenntnisse haben. Schülerinnen und Schülern ist die Nutzung komplett untersagt.

Abrichthobelmaschine

Dickenhobelmaschine

Tisch- Formatkreissäge

Bandsäge

Tischfräse

Für weitere spezielle Holzbearbeitungsmaschinen siehe unter Holztechnik

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