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Sport - Maßnahmen - Klettern

siehe:

Bestimmungen für den Schulsport
RdErl. d. MK v. 1.10.2011 - 34.6-52100/1 (SVBl. 10/2011 S.359) - VORIS 22410 -
Bezug: RdErl. "Qualifikationen für das Klettern im Schulsport" v. 30.5.2006 (SVBl. S.249), zuletzt geändert durch RdErl. v. 24.8.2010 (SVBl. S.428) - VORIS 22410 -

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5.2.3.3 Klettern

5.2.3.3.1 Künstliche Kletterwände müssen den geforderten Bau- und Sicherheitsstandards genügen. Klettern an künstlichen Wänden muss mit Seilsicherung erfolgen. Beim Bouldern an Wänden, bei denen die obere Griffreihe in maximal drei Meter Höhe angebracht ist, kann auf eine Seilsicherung nur dann verzichtet werden, wenn eine falldämpfende Bodensicherung vorgesehen ist (z.B. lockere Sandgrube, Niedersprungmatte, Weichboden). Bei Übungsformen mit einer Tritthöhe bis zu 60 cm kann darauf verzichtet werden.

5.2.3.3.2 Der Schwierigkeitsgrad und die besonderen Problembereiche einer natürlichen Kletterwand müssen der Lehrkraft bekannt sein.

5.2.3.3.3 Vor dem Klettern mit Seilsicherung sind die Schülerinnen und Schüler mit den notwendigen Sicherheitstechniken vertraut zu machen. Dies gilt insbesondere für das Anlegen der Klettergurte, das Knüpfen von Knoten, die Karabinerverschraubung und die Handhabung von Karabinerhaken sowie für das Anlegen und den sachgemäßen Umgang mit dem Sicherungsseil.

5.2.3.3.4 Im Bereich Klettern dürfen Lehrkräfte nur dann den Sportunterricht erteilen und zusätzlich eingesetzte Personen Aufsichtspflichten gemäß § 62 NSchG übernehmen, wenn diese
- für das Klettern an künstlichen Kletterwänden
- die Qualifikation des Deutschen Alpenvereins (DAV) Kletterwandbetreuerin bzw. -betreuer (Lehrgang 1 Fachübungsleiterinnen und Fachübungsleiter Klettersport) oder
- die vom niedersächsischen Lehrteam für Klettern im Schulsport festgestellte Qualifikation
und / oder
- für das Klettern an natürlichen Klettergelegenheiten
- die Qualifikation des Deutschen Alpenvereins (DAV)
- Fachübungsleiterinnen und Fachübungsleiter Klettersport
- Trainerinnen und Trainer C Sportklettern / Wettkampfklettern
- Fachübungsleiterinnen und Fachübungsleiter Alpinklettern
- oder die vom niedersächsischen Lehrteam für Klettern im Schulsport festgestellte Qualifikation
besitzen.
Für die Leitung von Kooperationsgruppen im Rahmen des Aktionsprogramms für die "Zusammenarbeit von Schule und Sportverein in Niedersachsen" gelten obige Voraussetzungen entsprechend.

Für die Erhaltung der jeweiligen Qualifikation ist die Lehrkraft selbst verantwortlich. Auf Grund der besonderen Gefährdungslage wird empfohlen, die erworbene Qualifikation durch regelmäßige Fortbildung zu sichern.

Für das Klettern an Boulderwänden, bei denen die obere Griffhöhe in maximal drei Metern Höhe angebracht ist, - Kletterarrangements im Innen- und Außenbereich - ist keine besondere Qualifikation erforderlich.

Beim Besuch eines Klettererlebnisparks ist der RdErl. d. MK "Schulfahrten" v. 10.1.2006 (SVBl. S.38), zuletzt geändert durch RdErl. d. MK v. 1.8.2008 (SVBl. 245), zu beachten. Eine Qualifizierung der jeweiligen Lehrkraft im o.a. Sinn ist nicht erforderlich, wenn ausreichend qualifiziertes Fachpersonal vorhanden ist. Die Lehrkraft hat sich vor der Inanspruchnahme des sportlichen Angebots von der Qualifikation des Fachpersonals zu überzeugen. Dem Fachpersonal werden Aufsichtstätigkeiten und Leitungsaufgaben übertragen. Die generelle Aufsichtspflicht der Schule und der zuständigen Lehrkraft gemäß § 62 NSchG bleibt hiervon unberührt.

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