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Sport - Gefährdungen im Fachunterricht - Schwimmen, Tauchen, Wasserspringen

1. Das Schwimmbad

  • Die Wassertiefe im Schwimmer- und Nichtschwimmerbereich ist nicht bekannt.
  • Während des Schwimmunterrichts kann nicht jederzeit notwendige Erste Hilfe herbeigerufen werden (z.B. Notruf-Telefon).
  • Es ist nicht bekannt, wo sich in öffentlichen Bädern der Erste-Hilfe-Raum befindet.
  • Der Verbandskasten wird nicht an einer zentralen, allen Hilfeleistenden gut zugänglichen Stelle aufbewahrt.
  • Rettungsgeräte sind nicht in ausreichender Zahl vorhanden und/oder die Lehrkraft kann nicht damit umgehen.
  • Das Schwimmbad verfügt nicht über Schwimmhilfsgeräte; es ist unbekannt/unklar, wo diese aufbewahrt werden.
  • Es ist unbekannt/unklar, wo sich das technische Personal bzw. der Schwimmmeister während Ihres Unterrichts aufhalten.

2. Organisatorisches

  • Es wurde nicht mit dem Schwimmmeister abgesprochen, auf welche Wassertiefe er den Hubboden einstellt.
  • Es wurde nicht geklärt, wie viele Bahnen für die Stunde zur Verfügung stehen.
  • Diese Bahnen sind nicht durch eine auf dem Wasser liegende Schwimmleine vom übrigen Badebetrieb abgetrennt.
  • Beim Schwimmunterricht mit Nichtschwimmern sind Nichtschwimmer- und Schwimmerbereich nicht durch eine Schwimmleine auf der Wasseroberfläche getrennt.

3. Die Klasse

  • In der Gruppe ist ein Kind, das gerade erst eine Krankheit überstanden hat.
  • Schülerinnen/Schüler mit einer Sehschwäche tragen im Schwimmunterricht ihre normale Brille bzw. Kontaktlinsen.
  • Kinder mit empfindlichen Augen tragen keine Schwimmbrille.
  • Es gibt in der Klasse Schülerinnen/Schüler, die an einer Chlorallergie leiden.
  • Es ist unbekannt, welche Kinder Schwierigkeiten haben, sich unter Wasser zu orientieren.
  • Es ist unbekannt, ob eine Schülerin/ein Schüler unter einer Wasserphobie leidet (eventuell durch ein traumatisches Erlebnis verursacht).
  • Es wird nicht darauf geachtet, wo welche Schülerinnen/Schüler aufgrund ihrer Körpergröße im Wasser noch stehen können und wo nicht.

4. Wichtige Voraussetzungen

  • Die Schülerinnen und Schüler wurden nicht mit dem Bad vertraut gemacht.
  • Die Schülerinnen und Schüler kennen nicht den Weg zu den Duschen und Toiletten vom Umkleideraum und von der Schwimmhalle aus.
  • Die Schülerinnen und Schüler wurden nicht darauf hingewiesen, dass der Boden nass und rutschig sein kann und sie deshalb vorsichtig sein sollen (nicht rennen!).
  • Die Klasse kennt nicht die Baderegeln.
  • Die Schülerinnen und Schüler wurden nicht darauf hingewiesen, dass gegenseitiges Schubsen und Untertauchen verboten ist.
  • Die Schülerinnen und Schüler wurden nicht darauf hingewiesen, dass Hilferufe „aus Spaß“ verboten sind.
  • Die Schülerinnen und Schüler schwimmen mit Uhren und Schmuck.
  • Die Schülerinnen und Schüler wurden nicht darauf hingewiesen, dass sie nur auf Ihre Anordnung ins Wasser hinein und aus dem Wasser heraus dürfen.
  • Die Schülerinnen und Schüler wurden nicht darauf hingewiesen, dass sie sich bei Ihnen abmelden müssen, wenn sie zur Toilette müssen.

5. Unterrichtsplanung und -verlauf

  • Die Unterrichtsstunde zeigt Mängel im Aufbau, so dass die Lehrkraft auch bei einer Differenzierung nicht alle Gruppen im Auge haben kann.
  • Der Standort wurde so gewählt, dass die Lehrkraft nicht von allen Schülerinnen und Schülern gesehen und gehört werden kann.
  • Der Standort wurde so gewählt, dass die Lehrkraft durch Wasserreflexionen geblendet wird.
  • Es wurden mit der Klasse werder akustische noch optische Signale vereinbart (z.B. für den Fall eines erhöhten Geräuschpegels).
  • Es wurde mit der Klasse kein Sammelplatz außerhalb des Wassers für Lehrgespräche vereinbart.
  • Die Planung der Übungen lässt eine klare Vorgabe der Schwimmrichtung (längs oder quer) vermissen.
  • Die Lehrkraft achtet nicht darauf, dass sich die Schülerinnen und Schüler bei einer Übung nur in eine Richtung bewegen (kein Gegenverkehr!).
  • Die Schülerinnen und Schüler sind nicht über mögliche Gefahren bei bestimmten Übungen unterrichtet (z.B. „Kein Startsprung ins flache Wasser!“).

6. Die Lehrkraft

  • Die Lehrkraft trägt während des Schwimmunterrichts keine Badekleidung.
  • Sie testet nicht von Zeit zu Zeit ihr eigenes Können und Ihre Kondition.
  • Sie beherrscht nicht mehrere Transportgriffe in der Praxis.
  • Sie kann nicht die wichtigsten Befreiungsgriffe anwenden.
  • Sie beherrscht nicht die Erste-Hilfe-Maßnahmen einschließlich Wiederbelebungsmethode.
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