Logo zeigt ein stilisiertes Auge mit vier farbigen WimpernLogo zeigt ein stilisiertes Auge mit vier farbigen WimpernArbeitsschutz und Gesundheitsmanagement in Schulen und Studienseminaren

Logo des Niedersächsischen Kultusministeriums
Hauptnavigation
Schriftgröße:   A A A
Farbkontrast:   A A
Untermenü

Sport - Gefährdungen im Fachunterricht -Auf Rädern und Rollen

siehe auch: Themen/Schule unterwegs/Veranstaltungsformen/Radwanderung

Gefahren beim Inline-Skating

Inline-Skates im Straßenverkehr: größte Unfallgefahr auf der Fahrbahn, Unkenntnis der Rechtssituation, geringe Ausstattung mit Schutzausrüstung

Unfallgeschehen

Rund 10 Millionen Deutsche nutzen regelmäßig Inline-Skates. Etwa 60 Prozent haben sich dabei schon einmal verletzt - davon musste mehr als ein Drittel ärztlich behandelt werden.
Im Sommer stehen die Verletzungen durch Inline-Skating in der Rangliste der behandelten Sportverletzungen bereits auf dem zweiten Platz - gleich nach Fußball. Rund 900 Unfälle mit Skatern wurden im Bundesgebiet im Jahr 2000 polizeilich erfasst, davon 830 mit Personenschäden. Acht Inline-Skater wurden bei Verkehrsunfällen getötet. Insbesondere bei Skater-Unfällen ohne Beteiligung anderer Verkehrsteilnehmer muss von einer hohen Dunkelziffer ausgegangen werden.

Benutzte Verkehrsflächen - Konflikte mit anderen Verkehrsteilnehmern

Weitere Ergebnisse der Studie: Nur in Tempo-30-Zonen benutzen Inline-Skater mehrheitlich die Fahrbahn. Auf Hauptverkehrsstraßen fahren sie dort kaum. Dennoch geschehen schwere Skater-Unfälle mit Personenschaden meist auf der Fahrbahn - beim Überqueren der Straße. Die Gefahr für Inline-Skater ist demnach auf der Fahrbahn deutlich höher als auf Rad- und Fußgängerflächen. Die Radwege werden in starkem Maße genutzt, wenn die Gehwege, etwa wegen ihres Belags, wenig geeignet sind.

Die Bremswege sind im Durchschnitt deutlich länger als bei Fahrrädern - sie hängen stark vom Beherrschen der gängigen Bremstechniken ab. Skater fahren mit im Mittel 15 km/h etwas langsamer als Radfahrer, sind jedoch deutlich schneller als Fußgänger.

Durch ihren Bewegungsablauf mit pendelnden, ausladenden Arm- und Beinbewegungen ist ihr Platzbedarf höher als der der Radfahrer. Konflikte mit Radlern sind - den Unfallzahlen und der subjektiven Einschätzung der befragten Skater, Radfahrer und Fußgänger nach - häufiger als mit Fußgängern.

Doch spielen der Studie zufolge die Inline-Skater im öffentlichen Straßenraum - im Vergleich etwa mit Radfahrern - eine eher geringe Rolle. Nur in freizeitrelevanten Strecken mit geeignetem Belag ist ihr Aufkommen stark.

Schutzkleidung und -ausrüstung

Alarmierend ist die geringe Ausstattung mit Schutzkleidung - vor allem bei Kindern. Über ein Drittel der Skater trägt keine Schutzausrüstung. Bei den Kindern unter 14 Jahren fahren sogar zwei Drittel völlig ungeschützt. Sie sind bei den registrierten Unfällen mit Personenschäden deutlich überrepräsentiert. Nur vier Prozent der befragten Skater trugen einen Helm. Sie sind erheblich seltener von schweren Unfallfolgen betroffen als Skater mit Kopfschutz.

zum Seitenanfang
zum Seitenanfang