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Sport - Gefährdungen im Fachunterricht

Grafik Sportunfalldaten 2016 (Datenbasis DGUV)
Datengrundlage: Statistik-Schülerunfallgeschehen 2016, Publikation des DGUV

 

Hört man den Begriff Sportunfälle, denkt man in erster Linie an Unfälle von Schülerinnen und Schülern, denn Sportunfälle zählen zu den häufigsten ärztlich behandelten Verletzungen bei Kindern und Jugendlichen an Schulen, Hochschulen und Kindertageseinrichtungen.

Sportlehrkräfte sind allerding ebenfalls überproportional häufig von Unfällen in ihrem Fachunterricht betroffen. Dabei sind Art und Umfang der Verletzung vielfältig. Umknicken, Getroffenwerden oder Stolpern zählen zu den häufigsten Unfallarten.

Hinsichtlich der räumlichen und zeitlichen Rahmenbedingungen für das Unfallgeschehen im Schulsport ist festzustellen, dass sich rund 82 % der Schulsportunfälle in der Turnhalle/Sporthalle ereignen und im Wesentlichen in den Vormittagsstunden zwischen 9 und 12 Uhr stattfindet.

Bei der Betrachtung der sportartenspezifischen Verteilungen fällt zunächst auf, dass über die Hälfte der Schulsportunfälle auf die Ballsportarten entfällt (54 %). Lehrkräfte sind auch in diesem Bewegungsfeld häufig von Unfällen betroffen. Insbesondere das Getroffenwerden und die Verletzung von Extremitäten stehen hier im Vordergrund. Abgesehen von typischen Verletzungen beim Fußball sind die häufigsten Diagnosen bei Ballspielunfällen im Schulsport Handverletzungen, wobei vor allem die Fingerverletzungen dominieren. Meistens handelt es sich um Zerrungen und Verstauchungen sowie Prellungen. Beim Handballspiel sind Frakturen am häufigsten zu beobachten (15 %). Beim Fußballspielen überwiegen Sprunggelenksverletzungen, insbesondere Verstauchungen sowie Zerrungen der Bänder.

Beim Gerätturnen fallen Verletzungen bei Sportübungen an Bock, Kasten und Pferd numerisch am stärksten ins Gewicht. Lehrkräfte werden hier häufig bei der Ausübung der Hilfestellung verletzt.

Leichtathletikunfälle an allgemein bildenden Schulen, betreffen erwartungsgemäß Verstauchungen und Zerrungen des Knöchel-/Fußbereiches oder im Bereich des Schulterapparates.

Der größte Teil der Wassersportunfälle ereignen sich beim Schwimmen, wobei in einem Drittel der Fälle Kopfverletzungen durch Stürze erlitten werden. Ein weiteres Viertel entfällt auf Verletzungen des Knöchel-/Fußbereiches durch ausrutschen.

Wie zu erwarten, ereignen sich die meisten Wintersportunfälle beim Schlittschuhfahren und Skifahren. Typisch sind Kniegelenks-und Unterschenkelverletzungen. Der Anteil der Frakturen ist bei den Wintersportunfällen, wie nicht anders zu erwarten, der höchste im Vergleich zu den anderen Sportarten.

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