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Sicherheit im Schulsport

Es dürfte niemanden überraschen, dass Schüler und Schülerinnen häufiger beim Schulsport verunglücken als in Deutsch oder Geschichte, ist doch Sport das einzige Bewegungsfach in der Schule. Es birgt demzufolge ein viel höheres Unfallrisiko als alle anderen Unterrichtsfächer und Lernbereiche. Die Schülerinnen und Schüler bewegen sich, möglichst oft, möglichst intensiv, lernen neue Bewegungsformen an und mit neuen Geräten, probieren selbstständig etwas aus, spielen mit- und gegeneinander auf relativ engem Raum, kämpfen um die Wette, um Punkte und Noten.

Auch die Tatsache, dass es sich bei der Mehrzahl der Unfälle um Bagatelleunfälle handelt und die durchschnittliche Verletzungsschwere nicht höher ist als bei Pausenunfällen, mindert das Problem nicht. Die Ursachen sind vielfältig:

  • unterschiedliche und mangelnde physische und psychische Dispositionen der Schülerinnen und Schüler
  • nicht ausreichender Aus- bzw. Fortbildungsstand der Lehrkräfte
  • mangelhafte Ausstattungen der Hallen oder Freiplätze
  • ungeschickte Verteilung des Sportunterrichts im Stundenplan u. a. m.

Da der Großteil der Schulsportunfälle in erster Linie auf menschliches Verhalten zurückzuführen ist, kann Sicherheit im Schulsport nicht nur durch technische Maßnahmen erreicht werden. Eine Sporthalle kann allen sicherheitstechnischen Anforderungen genügen; sie stellt jedoch keinen Schutz vor Unfällen dar, wenn sich Schüler und Schülerinnen im Wettkampf unfair verhalten, wenn die Hilfestellung versagt oder die Vorbereitung auf die sportlichen Belastungen in der Stunde nicht sachgerecht ist.

Bewegung, Spiel und Sport bieten auf der anderen Seite jedoch ein wertvolles psychomotorisches „Sicherheitstraining“ durch Verbesserung koordinierter und konditioneller Fähigkeiten und der Schulung von Grundbewegungen, die für zahlreiche Tätigkeiten und Verrichtungen im täglichen Leben unerlässlich sind. Ihre fehlerhafte oder mangelnde Ausprägung ist nicht zuletzt Ursache für Schulhof-, Freizeit-, Verkehrs-, oder Heimunfälle.

In diesem Verständnis kann der Schulsport auch als unfallverhütend angesehen werden, obwohl gerade dort besonders viele Unfälle passieren.
Vorrangig bleibt die Aufgabe von Schule und vor allem im Schulsport, Sicherheit und Gesundheit für Lehrkräfte und SchülerInnen zu gewährleisten.
Neben entsprechender materieller Bedingungen, sachgerechter Auswahl von Inhalten des Schulsports und angemessener methodischer Maßnahmen wird es vor allem darauf ankommen, ein Verständnis von Sicherheit bei allen Beteiligten zu vermitteln, das durch Aktivität und Eigenverantwortlichkeit gekennzeichnet ist. Das schließt auch die Fähigkeit ein, Gefährdungssituationen zu erkennen und einzuschätzen, die beim gemeinsamen Handeln gegeben sind bzw. die durch gemeinsames Handeln erst entstehen

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