Logo zeigt ein stilisiertes Auge mit vier farbigen WimpernLogo zeigt ein stilisiertes Auge mit vier farbigen WimpernArbeitsschutz und Gesundheitsmanagement in Schulen und Studienseminaren

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Umgang mit Gas

In der Schule können bis zu drei Gasversorgungsarten zur Verfügung stehen.

1. Festinstallierte Erdgasanlagen

2. Gasanlagen mit Flüssiggasversorgung (Propan)

3. Kartuschenbrenner

Umgang mit Gasanlagen

Gasschläuche müssen gegen Abrutschen gesichert werden, z. B. mit einer Ringfeder. Die Schläuche sollten vor jedem Gebrauch auf evtl. Mängel hin geprüft werden. Dabei ist schadhaftes Material auszusortieren. Die Sichtprüfung umfasst dabei Brand- und Schnittstellen, sowie Schlaucherweiterungen.

Betrieb von Laborbrennern

Ortsbewegliche Standbrenner, wie z. B. Bunsenbrenner, müssen standsicher ausgeführt sein. Das Beheizen von Apparaturen mit Gas und das Betreiben von Laborbrennern und ähnlichen Gasverbrauchseinrichtungen erfolgt unter permanenter Kontrolle. Werden die Gasverbrauchseinrichtungen nicht mehr benötigt, muss die Gasversorgung durch Schließen der Geräteanschlussarmatur (Gashahn) und der Zwischenabsperreinrichtung der Schülergasversorgung bzw. durch Lösen des Anschlusssteckers von Sicherheits-Gasanschlussarmatur unterbrochen werden.

Zwischenabsperreinrichtung

Bei Gasversorgungsanlagen müssen Auslasshähne so gestaltet sein, dass ein unbeabsichtigtes Öffnen verhindert wird und der Einlass- zustand für den Gasabnehmer eindeutig erkennbar ist. Vor Öffnen der Zwischenabsperreinrichtung ist zu prüfen, ob alle Geräteanschlussarmaturen (Gashähne) an den Schülertischen geschlossen sind.

Schließen der Gaszufuhr

Nach Beendigung des Unterrichts sind die Armaturen zu schließen und die Gaszufuhr der gesamten Gasanlage des Raumes zu unterbrechen und gegen unbefugtes Öffnen zu sichern.

Druckgasbehälter

Druckgasbehälter mit brennbaren Flüssiggasen sind stehend aufzubewahren und für die Entnahme aus der gasförmigen Phase stehend anzuschließen. Sie müssen so aufgestellt werden, dass eine Temperatur von 40°C nicht überschritten wird und sie gegen mechanische Beschädigungen geschützt sind.

Zur Versorgung von Verbrauchseinrichtungen darf pro Unterrichtsraum ein Druckgasbehälter bis zu einem zulässigen Füllgewicht von 14 kg aufgestellt sein. Die Flüssiggasflasche ist in einem verschließbaren Schrank aufzustellen, der den Luftaustausch mit der Raumluft erlaubt, z. B. durch Öffnungen in Bodennähe (freier Querschnitt mindestens 100 cm²).

Druckgasbehälter mit brennbaren Flüssiggasen dürfen nicht in Räumen unter Erdgleiche aufbewahrt werden. Dies gilt auch für Druckgaskartuschen. Dichtheitsprüfung Propangasflasche: Hier ist die zusätzliche Installation eines Druckminderers besonders geeignet (Neuanschluss). Druckregelgerät mit integrierter Überdrucksicherung und Manometer dient zur Anzeige des Eingangsdruckes als Dichtheitskontrolle.

Verwendung von Kartuschenbrennern

Festinstallierte Gasanlagen sind Kartuschenbrennern vorzuziehen.

Bei der Benutzung von Kartuschenbrennern gelten nachfolgende Hinweise:

1. Kartuschenbrenner müssen vor nach jeder Benutzung auf geschlossene Ventile und äußerlich erkennbare Mängel geprüft werden.

2. Das Auswechseln der Kartuschen darf nur von Lehrerinnen und Lehrern oder von Personen, die entsprechende Fachkunde besitzen vorgenommen werden

3.Einwegbehälter die angestochen werden müssen und bei denen nach Entfernen des Entnahmeventils ungehindert Gas ausströmen kann, dürfen Schülerinnen und Schülern nicht ausgehändigt werden.

4. Kartuschenbrenner müssen so betrieben werden, dass keine unzulässige Erwärmung der Druckgaskartuschen auftreten kann.

5. Kartuschenbrenner dürfen nur in Gebrauchslagen betrieben werden, in denen das Flüssiggas nicht auslaufen kann.

6. Es dürfen nur Kartuschenbrenner betrieben werden, bei denen ein unbeabsichtigtes Lösen der Druckgaskartuschen nicht möglich ist. (z.B. bei einer defekten Klemmbügelvorrichtung)

7. Schülerinnen und Schüler dürfen pro Unterrichtsraum und Lerngruppe mit maximal 8 Kartuschenbrennern in Einwegbehältern (Ventilkartuschen) arbeiten, bei denen ein Entnahmeventil eingesetzt ist.

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