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Gasanlagen

Im Umgang mit Laborbrennern und ähnlichen Gasverbrauchseinrichtungen dürfen nur DIN-DVGW-geprüfte Schläuche angeschlossen werden (z. B. flexible Schläuche nach DIN 30664).

Stand der Technik sind Geräteanschlussarmaturen nach DIN 12918, Teil 2 Laboreinrichtungen: Laborarmaturen – Teil 1: Entnahmestellen für Brenngase. Diese sieht vor, Gasentnahmestellen mit einem mechanischen Absperrhahn und einer nicht selbstschließenden Schlauchkupplung auszurüsten. Der Einschaltzustand muss erkennbar und die Armatur muss gegen unbeabsichtigtes Öffnen gesichert sein. Selbstschließende Schlauchkupplungen sind nicht mehr zulässig.

Weiterhin zulässig (Bestandsschutz) sind Installationen mit herkömmlichem Gasanschluss mit Tülle und Schlauch nach der zurückgezogenen DIN 3537 Teil 3.

GUV-R 500 pdf; Kap. 2.33 - Betreiben von Anlagen für den Umgang mit Gasen

Druckgasbehälter

Die Aufstellung von Flüssiggasflaschen entspricht Ziff. 8.1 der TRG 280 "Allgemeine Anforderungen an Druckgasbehälter, Betreiben von Druckgasbehältern" und Ziff. 8.2 des DVGW-Arbeitsblattes G 621 "Gasanlagen in Laboratorien und naturwissenschaftlichen Unterrichtsräumen; Installation und Betrieb.

Anforderungen an die bauliche Ausstattung eines Raumes zur Lagerung und Aufbewahrung von Druckgasflaschen:

Bei der Lagerung und Aufbewahrung der Druckgasflaschen ist folgendes zu beachten:

(siehe Kühn / Birett - Band III ; TRG 280) !

1) Die Lagerung und Aufbewahrung von Druckgasflaschen in Treppenhäusern, Stockwerksfluren, Korridoren, Durchgängen, Garagen, engen Höfen und Arbeitsräumen ist unzulässig.

2) Freiwerdende Gase (z. B. bei defekten Armaturen und Ventilen, Schläuchen oder Leitungen) können sich durch Lüftungsströmungen ausbreiten und in den anliegenden Räumen verteilen. Daher müssen Lagerräume, insbesondere die, die für giftige, ätzende und brennbare Gase gedacht sind, belüftet sein. Die Lüftung kann natürlicher oder technischer Art sein.

3) Eine natürliche Lüftung ist ausreichend, wenn unmittelbar ins freie führende Lüftungsöffnungen mit einem Gesamtquerschnitt von mindestens 1 % der Bodenfläche des Lagerraumes vorhanden sind.

4) Die Einrichtung für die technische Lüftung muß entweder ständig wirksam sein oder durch eine Gaswarneinrichtung automatisch eingeschaltet werden, wenn Gas festgestellt wird. Beim Ausfall der Überwachungseinrichtung muß ein Alarm
ausgelöst werden.

5) Unbefugten Personen muß der Zugriff zu den Armaturen und Ventilen durch geeignete Maßnahmen verwehrt sein. (z.B. verschließbare Räume, Verbotsschilder und dgl. )

6) Druckgasflaschen in den Lägern und Aufbewahrungsräumen müssen vor Heizkörpern, direkten Sonnenstrahlen, offenen Flammen und scharfem Frost geschützt sein.

7) In der unmittelbaren Nähe von Druckgasflaschen-Lagern und Aufbewahrungsräumen müssen Einrichtungen vorhanden sein, um in
Brand- oder Schadensfall Hilfe anfordern zu können. Diese Forderung ist erfüllt, wenn ein Fernsprechgerät rasch erreichbar ist.

8) Für Läger und Aufbewahrungsräume von Druckgasflaschen muß
mindestens ein geeigneter Feuerlöscher leicht erreichbar sein.

9) Druckgasflaschen verschiedenen Inhalts dürfen nicht in einem
Lagerraum aufbewahrt werden, es sei denn, sie sind innerhalb
des Lagerraumes voneinander derart getrennt untergebracht, daß
im Falle eines gleichzeitigen Defektes an zwei oder mehreren
Gasflaschen keine Mischungen entstehen, die Gefährdungen
(Brand oder Explosion) zur Folge haben können.

10) Druckgasflaschen dürfen nur in Räumen aufbewahrt und gelagert
werden, die von den angrenzenden Räumen durch feuerhemmende
Außenwände getrennt sind. Feuerbeständige Bauteile sind erforderlich, wenn in
angrenzenden Räumen Brand- oder Explosionsgefahr besteht.
Außerdem muß die Dacheindeckung ausreichend widerstandsfähig
gegen Flugfeuer und strahlende Wärme sein.

Zur feuerhemmenden Bauweise siehe DIN 4102 Teil 4 und
Teil 7 sowie Feuerhemmenden Stahltür DIN 18082
Bezugsquelle: Zentralbibliothek

11) Der Fußboden in Lagerräumen muß mindestens schwer entflammbar
und so beschaffen sein, daß die Druckgasflaschen sicher
stehen.

12) Sämtliche Druckgasflaschen müssen in den Lagerräumen einzeln
mit Kette und Haken gegen Umstürzen gesichert sein.

13) In Lagerräumen für Druckgasflaschen dürfen keine brennbaren
Stoffe (wie z. B. brennbare Flüssigkeiten, Holz und Holzspäne,
Papier, Stroh, Gummi usw.) gelagert werden.

14) Druckgasflaschen-Lagerräume müssen mit dem Warnzeichen W 15 (Warnung vor Gasflaschen) gekennzeichnet sein.

TRG 280

Sichere Schule - Physik, Unfallkasse NRW (.pdf, 4 MB)

Essen bzw. Trinken in Fachräumen

Eine Antwort auf die Frage, warum in Fachräumen nicht gegessen bzw. getrunken werden sollte ist in einem Beitrag der Unfallkasse-Nord gut dargestellt.

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