Logo zeigt ein stilisiertes Auge mit vier farbigen WimpernLogo zeigt ein stilisiertes Auge mit vier farbigen WimpernArbeitsschutz und Gesundheitsmanagement in Schulen und Studienseminaren

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Unterweisung

Für alle Bediensteten einer Schule ist es gesetzlich erforderlich eine betriebsstättenspezifische Unterweisung vorzunehmen. Der Charakter einer Unterweisung ist eine mündliche Vermittlung mit der stets vorhandenen Möglichkeit der Nachfrage. Es soll sichergestellt werden, dass die Vermittlung der Inhalte gelingt. Eine nur schriftliche Informationsgabe erfüllt diese Anforderung nicht.

Der Gesetzgeber unterscheidet drei Arten bzw. Anlässe von Unterweisungen:

  • Erstunterweisung (Neueinstellung, Wechsel der Tätigkeit oder des Arbeitsplatzes, Einführung neuer Verfahren wie Software, neue Geräte etc.)
  • Wiederholungsunterweisung (bei Routinetätigkeiten mindestens jährliche Wiederholung, häufiger bei Tätigkeiten mit besonderer Gefährdung)
  • Unterweisung aus besonderen Grund (nach Unfall bzw. Beinah-Unfall, bei sicherheitswidrigen Verhaltensweisen etc.)

Für bestimmte Tätigkeitsbereiche sind besondere Unterweisungen durchzuführen (Gefahrstoffe, strahlende Stoffe, Umgang mit Maschinen, Umgang mit persönlicher Schutzausrüstung sowie für bestimmte Fachbereich an Schulen).

Für Lehrkräfte: Neben einer allgemeinen Unterweisung, müssen jährlich alle Lehrkräfte in den Bereichen unterwiesen werden, in denen mit Gefahrstoffen und Biostoffen gearbeitet wird. Der Gesetzgeber möchte damit sicherstellen, dass die Beschäftigten die spezifischen Gefahren kennen und entsprechend ihr Verhalten darauf ausrichten. Nutzen Sie unsere Vorlagen und passen sie diese auf ihre Schule an.

 Für SchülerInnen: der Umgang mit Gefahrstoffen findet für SchülerInnen schon vor ihrer Schulzeit statt. Eine Unterweisung dient auch dazu, den allgemeinen Umgang mit Gefahrstoffen richtig einzuüben. Neben der jährlichen Grundunterweisung muss altersgerecht immer davon ausgegangen werden, dass vor jedem Umgang mit Gefahrstoffen, die Gefährdungen betrachtet werden. Erst die stetige und oft wiederholte Unterweisung wird Wirkung zeigen und hoffentlich auch den Umgang im Alltag schulen.

Für HausmeisterInnen: Da Hausmeister oft einen Generalschlüssel der Schule haben, dürfte es auch unabwendbar sein, diese in ihr schulisches Unterweisungskonzept zu integrieren. Insbesondere ist es für alle alleine im Labor Tätigen eine ggf. überlebenswichtige Maßnahme, vor Aufnahme der eigenen Tätigkeit in den Ferien die HausmeisterIn zu informieren. Oft ist diese Person die Einzige im Gebäude, die Hilfe leisten kann.

Für Reinigungspersonal: Glasabfälle und unbeschriftete Gefahrstoffe stellen für das Reinigungspersonal eine Herausforderung dar. Es bedarf der intensiven und genauen Absprache mit teils nicht deutschsprechendem Reinigungspersonal, um Schaden abzuwenden. Schnittverletzungen sind nicht nur ärgerlich sondern ziehen als Arbeitsunfall ggf. weitere Konsequenzen nach sich.

Für alle anderen: die inklusive Schule beherbergt auch die Förderschullehrkräfte, die Sozialpädagogen und diverse weitere Mitarbeiter, wie SchulbegleiterInnen, PraktikanntInnen, usw.. Auch diese sind selbstverständlich im Umgang mit diesen Stoffen zu unterweisen.

 Betriebsanweisung

Eine  Betriebsanweisung unterrichtet schriftlich die Nutzerin über alle Besonderheiten, insbesondere über die Gefahren. Somit ergänzt eine Betriebsanweisung die Unterweisung, kann diese aber nicht ersetzen. Überall dort wird diese sinnvoll eingesetzt, wo Personen mit unterschiedlicher Fachkunde gefährdende Tätigkeiten  ausführen.

Beispiel: ein moderner Abzug hat diverse Kontrollleuchten und im Störungsfall sind gewisse Vorgänge erforderlich. Eine Betriebsanweisung beschreibt alle auftretenden Zustände, informiert über Gefahren und gibt sinnvolle Hinweise. Vorlagen für typische Laborgeräte finden Sie unter dem Stichpunkt „Betriebsanweisung“.

Da alle Beschäftigten, die Umgang mit oder Zugang zu gefährlichen Stoffen haben können, unterwiesen werden müssen, müssen (unterschiedliche) Betriebsanweisungen erstellt werden für:

Den Betriebsanweisungen liegt die TRGS 555 "Betriebsanweisungen und Informationen für Beschäftigte" zu Grunde.

Eine Anleitung zur Umsetzung der Unterweisung (Stand 2009) findet sich u.a. in: "Die betriebliche Unterweisung" der Schriftenreihe der Unfallkasse Hessen, Band 15

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