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Gefahrstoffe lagern

Gefahrstoffe aufbewahren und lagern 

Gasflasche im Sicherheitsschrank
Wasserstoffdruckgasflasche in einem Sicherheitsschrank nach EN Norm.

Die Lagerung von Gefahrstoffen orientiert sich an den Merkmalen der Gefahrstoffe. Giftige werden verschlossen, flüchtige müssen mindestens passiv belüftet werden. Sind die Gefahrstoffe brennbar und überschreiten in der Menge gewisse Grenzen, so gehören diese in einen Sicherheitsschrank. Die detaillierten Angaben entnimmt man der TRGS 510.

Eine kurze, unvollständige Übersicht:

Stoffe, die gefährliche Gase, Dämpfe, etc. entwickeln, sind in entlüfteten Schränken aufzubewahren.

Die Aufbewahrung brennbarer Flüssigkeiten ist grundsätzlich in Sicherheitsschränken oder entsprechenden Lagerräumen vorzunehmen. Sie kann auch in Labor- oder Chemikalienschränken vorgenommen werden, die

  • an eine wirksame Entlüftung angeschlossen sind, die einen mindestens 10fachen Luftwechsel pro Stunde gewährleistet und die auftretenden Gase und Dämpfeständig ins Freie leitet,
  • unterhalb der untersten Stellfläche mit einer Auffangwanne aus nicht brennbaren Werkstoffen ausgerüstet sind, die mindestens 10 % der maximal zulässigen Aufbewahrungsmenge aufnehmen kann, mindestens jedoch den Rauminhalt des größten Gefäßes,
  • mit Türen ausgestattet sind, die von selbst schließen und an der Frontseite der Türen mit dem Warnzeichen D-W001 und Verbotzeichen D-P002 nach DIN 4844-2 gekennzeichnet sind,
  • im Brandfall, z. B. durch Unterbrechen der Schranklüftung eine Brandausbreitung verhindern.

In diesen Schränken dürfen brennbare Flüssigkeiten jedoch nur bis zu einem Gesamtvolumen von 60 l aufbewahrt werden, davon höchsten 20 l der ehemaligen Gefahrklasse A I und 40 l der ehemaligen Gefahrklassen A II, A III und B.
Die Regelungen finden keine Anwendung, soweit brennbare Flüssigkeiten in der für den Fortgang der Arbeit oder in der für den Handgebrauch erforderlichen Menge bereit gehalten werden.

Werden diese Lagermengen überschritten, müssen die Regelungen der Betriebssicherheitsverordnmung umgesetzt werden.

Ätzende Flüssigkeiten dürfen nicht über Augenhöhe aufgestellt werden. Grundsätzlich sollten alle Flüssigkeiten und Gefäße, die mit zwei Händen angefasst werden müssen nicht über Augenhöhe aufgestellt werden.

Verwalten

Die Gefahrstoffverordnung schreibt vor, alle vorhandenen Gefahrstoffe zu listen. In die Aufzählung gehören neben dem Gefahrstoff die gelagerte Menge und der Lagerort. Im einfachsten Fall kann dies handschriftlich in einer Tabelle erfolgen. In einer vorgefertigten Liste  brauchen nur die Menge und der Ort eingefügt werden. Geeignete Programme unterstützen die Verwaltung. Neben den kostenpflichtigen Programmen wie chemmacwin und DGISS bietet die GUV in Zusammenarbeit mit der BG RCI eine kostenfreie webbasierte Lösung an (Degintu). 

Der Zugang zu Gefahrstoffen ist durch die Verantwortlichen zu regeln. Entsprechend der Gefährdungskategorie dürfen ggf. nur fachkundige Personen Gefahrstoffe erwerben, lagern und verwenden. Örtliche Zugänge werden oft über Schlüssel geregelt. Diese sind entsprechend nach einer Gefährdungsbeurteilung zu vergeben. Daher ist es nicht gestattet, Giftschrankschlüssel frei verfügbar aufzubewahren.

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