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Arbeiten in Bankwerkräume

Arbeitsplatz Metallwerkstatt

Bankräume sind Werkstätten, in denen Werkbänke mit montierten Schraubstöcken stehen. Diese Schraubstöcke sollten in der Höhe stufenlos verstellbar sein, da das Alter der Schüler/innen und somit die Körpergröße recht unterschiedlich ist.

Je nach Anordnung können sich die Schüler/innen und Auszubildenden gegenseitig gefährden. Dies kann z.B. beim Meißeln durch abplatzende Splitter, durch abfliegende Hämmerköpfe, durch Funkenflug beim Schleifen u.ä. passieren.

Zum Verhalten in Werkstätten sollte zum Schuljahresbeginn eine Grundunterweisung erfolgen, die dokumentiert und von den Schüler/innen gegengezeichnet wird.

Es werden u.a. folgende Handwerkzeuge verwendet:
Sägen, Feilen, Meißel, Hämmer, Zangen, Handscheren, Reißnadel, Schneidwerkzeuge.
Hierbei können insbesondere durch Ungeübte leicht Schnitt- und Stichverletzungen auftreten, die nur verhindert werden können, wenn die Auszubildenden hinreichend auf die Gefahren aufmerksam gemacht werden und für Ordnung gesorgt wird.

Bereits die übersichtliche Aufbewahrung der Werkzeuge wirkt sich auf die Arbeitssicherheit aus.
Zu den gebräuchlichen Handwerkzeugen gehören:
Schraubenschlüssel, Schraubendreher, Schlosserhammer, Handbügelsäge, Meißel und Feile.
Eine regelmäßige Wartung und Instandsetzung sollte auch hier erfolgen.

1. Schraubenschlüssel
Die Schlüsselbreite muss stets der Größe des Schraubenkopfes entsprechen.
Schraubenschlüssel mit aufgebogenem oder abgenutztem Schlüsselmaul müssen ausgesondert werden, da sie wegen der Gefahr des Abrutschens kein sicheres Arbeiten mehr ermöglichen.

Das Verlängern von Schraubenschlüsseln mit einem losen Aufsteckrohr oder durch Einhaken eines zweiten Schlüssels ist unbedingt zu unterlassen.

Die Schaftlänge eines jeden Schraubenschlüssels entspricht der zulässigen Hebelkraft, die mit dem Werkzeug noch sicher übertragen werden kann. Verbotenerweise verlängerte Schraubenschlüssel können zum Werkzeugbruch, zur Aufweitung des Mauls mit nachfolgendem Abrutschen des Werkzeuges sowie zum Abdrehen der Schraubenköpfe bzw. der Schraubenmuttern führen. Hierdurch entsteht eine große Verletzungsgefahr für den Schlosser

2. Schraubendreher
Von erstrangiger Bedeutung für sicheres Arbeiten ist, dass stets der passende Schraubendreher für die entsprechende Schraube eingesetzt wird; Breite und Dicke müssen immer auf die Schraubengröße abgestimmt sein.

Handgriffe von Schraubendrehern müssen sicher mit der Klinge verbunden sein, um Handverletzungen zu vermeiden. Ein ergonomisch geformter Handgriff vergrößert die Kraftübertragungsmöglichkeit, da er besser in der Hand liegt als ein glatter Griff.
Schraubendreher sind keine Stemm-, Brech- oder Hebelwerkzeuge!
Nur Schraubendreher mit bis zum Griffkopf durchgezogener Stahlseele vertragen einen Hammerschlag, z.B. um Farbe aus einem Schraubenschlitz zu lösen

3. Handhämmer
Der Stiel muss fest im Auge des Hammers sitzen und zusätzlich gesichert sein (z.B. mit einem Keil), damit der Hammerkopf sich nicht lösen und wegfliegen kann.
Hammerbahn und -finne sind stets öl- und fettfrei zu halten, um ein Abgleiten von der Aufschlagstelle zu vermeiden. Dasselbe gilt für den Hammerstiel, damit dieser nicht aus der Hand rutscht.

Gehärtete Gegenstände dürfen nur mit einem Spezialhammer (z.B. Schonhammer mit auswechselbarem Einsatz aus Gummi, PVC, Nylon) bearbeitet werden, da abplatzende Stahlsplitter zu gefährlichen Verletzungen führen können.
Werden bei einem Hammer Absplitterungen an der Hammerbahn festgestellt, deutet dies auf eine Materialversprödung hin; er darf dann nicht mehr weiterverwendet werden.
Es dürfen nie zwei gehärtete Flächen aufeinander geschlagen werden.

4. Meißel
Der am Kopf des Meißels nach längeren Arbeiten entstehende „Bart“ muss sofort abgeschliffen werden, damit es zu keinen Augen- oder Gesichtsverletzungen durch abspringende Splitter kommt.

Beim Bearbeiten harter Werkstoffe muss immer eine Schutzbrille getragen werden!
Da beim Meißel die Gefahr besteht, sich bei Fehlschlägen die Hände zu verletzen, empfiehlt es sich, einen geeigneten Handschutz aus Gummi oder Kunststoff zu verwenden.

5. Feilen
Unfälle beim Feilen treten auf, wenn sich der Griff von der Angel löst. Griffe müssen deshalb einen festen Sitz haben.

Geborstene, gesplitterte oder geflickte Griffe müssen wegen der Verletzungsgefahr unverzüglich ausgetauscht werden. Mit Feilen ohne Griff darf wegen der Gefahr, sich Stichverletzungen durch die spitze Angel zuzuziehen, nicht gearbeitet werden.

Beispiel einer modernen Projektwerkstatt:

In den Berufsbildenden Schulen sind heute meist Projektwerkstätten anzufinden. In Projektwerkstätten sind neben den Werkbänken für die manuellen Fertigkeiten auch Maschinen, wie z.B. Dreh-, Fräs- und Bohrmaschinen vorzufinden.

Berufsfachschüler an Werkbänken der heutigen Generation

In diesem Raum fanden alle arbeitssicherheitsrelvanten Aspekte Berücksichtigung, z.B.:

  • Tageslichthelle Beleuchtung durch "Tageslicht-Weiß" 700 lx
  • ergonomische Arbeitsplätze
  • Schallabsorbierende Decke

 

Quellen:
Fotos: M. Walzer
Text: Schriftenreihe der Steinbruchs-Berufsgenossenschaft, Mechanische Werkstätten, (540 KB), Ausgabe 11, 1991

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