Logo zeigt ein stilisiertes Auge mit vier farbigen WimpernLogo zeigt ein stilisiertes Auge mit vier farbigen WimpernArbeitsschutz und Gesundheitsmanagement in Schulen und Studienseminaren

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Maßnahmen: Persönliche Schutzausrüstung

An den Arbeitsplätzen im Berufsfeld Holztechnik kann man trotz organisatorischer Möglichkeiten und hochentwickelter technischer Ausstattung nicht auf eine wirksame Persönliche Schutzausrüstung verzichtet werden. Die Schule hat deshalb beim Einsatz der PSA eine Vorbildfunktion!

Persönliche Schutzausrüstungen dürfen eingesetzt werden, wenn sie der EG-Richtlinie 89/686/EWG - umgesetzt durch die 8. Verordnung zum Gerätesicherheitsgesetz (8. GSGV) - entsprechen. Jeder PSA muss eine Benutzerinformation (Gebrauchs- und Pflegehinweise sowie ggf. Warnhinweise und Erläuterungen) beigefügt sein.

Weitere Rechtsvorschriften zu PSA:
Arbeitsschutzgesetz
PSA-Benutzungsverordnung

Vor Einsatz einer PSA sind die auftretenden Gefährdungen zu ermitteln und zu beurteilen und dafür geeignete PSA zu bewerten und auszuwählen. Hilfen dazu sind den unterstehenden Kategorien zugeordnet oder in der Linkliste aufgeführt.

Allgemeine und ausführliche Informationen zur persönlichen Schutzausrüstung finden sich hier: Persönliche Schutzausrüstungen

Persönliche Schutzausrüstung im Berufsfeld Holztechnik
Fußschutz Augenschutz Atemschutz
Gehörschutz Handschutz Hautschutz

Fußschutz

  • Der Begriff "Fußschutz" umfasst Sicherheits-, Schutz- und Berufsschuhe. Als Persönliche Schutzausrüstungen sollen die Füße gegen äußere, schädigende Einwirkungen geschützt werden.
  • Die Holz-BG empfiehlt, im Tischlerberuf mindestens Schutzschuhe der Klasse S1 (mit Stahlkappen zu tragen.
  • Auswahl hilfen für Fußschutz zum Download
  • GUV-Regel zur Benutzung von Fuß- und Beinschutz (GUV - R 191)


Es ist sinnvoll, den Werkstattbereich mit diesem Gebotsschild zu kennzeichnen


In den vielen BGJ-Standorten trägt der Schulträger die Kosten für die Ausrüstung mit Sicherheitsschulen

Augenschutz

  • In Holzwerkstätten wird Augenschutz hauptsächlich gegen mechanische und chemische Schädigungen getragen. Dabei werden Schutzbrillen als Gestellbrillen getragen, die oft durch Seitenschutz ergänzt werden.
  • Informationen über Augenschutzgeräte zum Download
  • Auwahlhilfe für Augenschutzgeräte zum Download
  • GUV-Regel zur Benutzung von Augen- und Gesichtsschutz (GUV - R 192)
Arbeitsbereiche, in denen Augenschutz vorgeschrieben ist, müssen mit dem Gebotszeichen gekennzeichnet sein. Dies sind Bereiche, in denen nach einer Gefährdungs- und Belastungsanalyse mit mechanischen und chemischen Schädigungen zu rechnen ist., z. B. an Werkzeugschärfgeräten, bei Oberflächenarbeiten mit Säuren, beim Bearbeiten von Glas oder splitternden Kundststoffen usw.
Neben der Kennzeichnung ist es wichtig, dass Augenschutzgeräte gut sichtbar angeboten werden.

Atemschutz

  • In der Holzbearbeitung muss dann Atemschutzgerät verwendet werden, wenn beim Umgang mit Gefahrstoffen die Luftgrenzwerte überschritten werden. Dies kommt hauptsächlich beim Umgang mit Holzstaub und bei Oberflächenarbeiten (Spritzlackieren) vor.
  • Informationen über Atemschutz zum Download
  • Auswahlhilfen für Atemschutzmasken zum Download
Arbeitsbereiche, in denen Atemschutz vorgeschrieben ist, müssen mit dem Gebotszeichen gekennzeichnet sein. Dies sind Bereiche, in denen nach einer Gefährdungs- und Belastungsanalyse festgestellt wird, dass eine Überschreitung der Luftgrenzwerte vorkommt.
Partikelfiltermaske P2, Kennfarbe weiß, die bei Arbeiten mit Feinstäuben erforderlich ist, bei denen die Luftkonzentration max. das 10fache des Grenzwerts erreicht.
Ein ungeeigneter nicht gekennzeichneter Filter, der besser als Kaffeefilter eingesetzt werden sollte.
Der Gasfilter, Kennfarbe braun, Filterklasse A2 gegen organische Lösungsmittel ist kombinierbar mit dem Partikelfilter Filterklasse P2 (Filter A2P2). Er ist erforderlich beim Spritzlackieren, wenn keine wirksame Absaugung gegeben ist und die Grenzwerte überschritten werden.
Um geeignete Filter mit der vorgeschriebenen Kennzeichnung vorhalten zu können, ist Information unerlässlich.

Beispiel: Schulungskoffer der Firma 3M

Gehörschutz

  • Die Holz-BG stuft das Risiko, an Lärmschwerhörigkeit zu erkranken, in die Gefährdungsstufe II ein, d. h. es ist in Holzwerkstätten ein erhebliches Risiko gegeben.
  • In Holzwerkstätten können Maschinenräume grundsätzlich als Lärmbereiche ausgewiesen werden. In Lärmbereichen muss Gehörschutz getragen werden. Außerdem werden auch in Bankräumen beim Arbeiten mit handgeführten Maschinen Lärmpegel erreicht, die in die Nähe der Grenzwerte kommen oder diese überschreiten. Auch wenn in diesen Fällen die persönlichen Beurteilungspegel noch unterhalb des Grenzwertes liegen, ist in Schulen aus pädagogischen Gründen das Tragen von Gehörschutzmitteln sinnvoll.
  • Informationen über Gehörschutzmittel zum Download
  • Auswahlhilfe für Gehörschutzmittel zum Download
  • neue Grenzwerte für Lärmschutz ab dem 15. Febr. 2006 zum Download
Lärmbereiche sind grundsätzlich mit dem Gebotsschild für Gehörschutz zu kennzeichnen.
Die Arbeit an stationären Holzbearbeitungesmaschinen erfordert wirksamen Gehörschutz. Am Besten ist, die Schüler mit einem persönlichen Gehörschutz auszustatten, der namentlich gekennzeichnet ist.
Auch beim Arbeiten mit handgeführten Maschinen ist Gehörschutz erforderlich. Sind gleichzeitig mehrere Handmaschinen im Einsatz erhöht sich das Lärmaufkommen.

Handschutz

- in Arbeit -

Hautschutz

  • Die Haut eines erwachenen Menschens ist ca 2m² groß und etwa 1 bis 4 mm dick. Sie ist nicht nur äußere Hülle, sondern erfüllt eine Reihe wichtiger Körperfunktionen. Deshalb sind Hautreinigung und Hautpflege wichtige Voraussetzungen zur Gesunderhaltung der durch Arbeit und Hilfsstoffe stark beanspruchten Haut.
  • In der Holzwerkstatt ist die Haut besonders durch harz- und gerbstoffhaltige Hölzer, Klebstoffe, Lacke und organische Lösungsmittel beansprucht.
  • Eine sinnvolle Prävention von Hautkrankheiten erfolgt in der Regel in drei Stufen:
    - Hautschutz vor der Arbeit
    - Hautreinigung während oder nach der Arbeit und
    - Hautpflege nach der Reinigung
    s. dazu den Hautschutzplan der Holz-BG
  • Checkliste der SUVA, Schweiz "Hautschutz bei der Arbeit"
Die Hautschutzstation gehört wie die Erste-Hilfe-Box und Einmal-Handtücher zur Grundausstattung in jedem Bankraum der Tischlerwerkstatt.

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