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Gefährdungen bei Arbeiten mit handgeführten Maschinen

Handmaschinen sind auf spezifische Arbeitsvorgänge abgestimmt und dürfen nur bestimmungsgemäß (Gebrauchsanweisung beachten!) eingesetzt werden. Wer beim Kauf auf das GS- oder/ und das CE-Zeichen achtet, kauft Maschinen, die dem vorgeschriebenen Sicherheitsstandard entsprechen.

Bei der Arbeit mit handgeführten Maschinen entstehen besondere Gefährdungen:

  • den Einsatz nicht vom Hersteller empfohlener Werkzeuge
  • wenn Sicherheits- und Haltevorrichtungen abgebaut bzw. nicht genutzt werden
  • durch mangelnde Kenntnisse der Ergonomie bei der Maschinenarbeit (Ansetzen, Halten, Führen und Absetzen)
  • durch das Tragen von Schutzhandschuhen beim Arbeiten an schnelllaufenden Maschinen
  • wenn Kontroll- Einstell- und Rüstvorgänge bei zugeführter Energie ausgeführt werden
  • wenn Führungshilfen nicht eingesetzt werden oder Werkstücke beim Bearbeiten nicht sicher liegen
  • wenn Maschinen vor dem Stillstand abgelegt werden
  • wenn die für bestimmte Maschinen oder Arbeitsvorgänge vorgesehenen persönlichen Schutzausrüstungen nicht benutzt werden:
    Gehörschutz beim Sägen, Fräsen, Hobeln und Schleifen
    Augenschutz beim Arbeiten mit Winkel- oder Trennschleifer bzw. beim Arbeiten über Kopf (bei allen Maschinen)
    Atemschutzmaske (Filter P2) bei der Zerspanung von Holzwerkstoffen und bei der Feinzerspanung von Holz und Holzwerkstoffen (Nur wenn eine wirksame Absaugeinrichtung nicht möglich ist!)
  • bei rotierenden Maschinen durch lange Haare, weite Ärmel, Bänder usw.
  • wenn fein zerspanend arbeitende Handmaschinen nicht mit wirksamer integrierter oder externer Absaugung ausgerüstet sind oder an eine geeignete externe Absaugvorrichtung angeschlossen sind (Fast alle zerspanend arbeitenden Handmaschinen zur Bearbeitung von Holz und Holzwerkstoffen erfordern diese Ausrüstung!)
  • wenn vor der Inbetriebnahme die Maschine nicht überprüft wird z.B. auf defekte elektrische Zuleitungen
  • durch fehlende Notausschalter oder ungeeignete AN-AUS-Schalter


Besondere Gefährdungen an Handkreissägen entstehen:

  • durch Festsetzen der Pendelschutzhaube
  • durch unsachgemäße Einstellung oder Entfernen des Spaltkeils
  • durch nichte geeignete, verharzte oder beschädigte Sägeblätter
  • Einklemmen des Werkzeugs durch das Werkstück
  • wenn nicht für eine sichere Auflage des Werkstücks gesorgt wird
  • wenn die für spezifische Arbeiten vorgesehenen Vorrichtungen außer Acht gelassen werden z.B. Führungsschienen usw.

Spezifische Gefährdungen an Handstichsägen können durch unsachgemäßes Ansetzen entstehen (Erst ansetzen, dann einschalten!)Bei Handhobelmaschinen kann eine unsachgemäße Handhabung beim Betrieb zu Unfällen führen. (Werkstück sicher spannen - Maschine mit vorderem Teil der Führungsfläche aufsetzen - nach Arbeitsgang sofort ausschalten - nach Auslauf auf der Seite absetzen) Handoberfräsen können mit sehr hoher Drehfrequenz arbeiten. Bei Verwendung nicht geeigneter Werkzeuge besteht große Unfallgefahr.Beim Betrieb von Handoberfräsmaschinen entstehen besondere Gefährdungen durch

  • Fräsen im Gleichlauf
  • ungenügende Werkstückeinspannunmg und Führung

Kettensägemaschinen verlangen aufgrund der spezifischen Sicherheitseinrichtungen und großer Gefährdung besondere Kenntnisse bei der Handhabung. Besondere Gefährdungen entstehen

  • bei ungenügender Unterrichtung des Bedieners
  • beim Sägen mit der Schienenspitze
  • beim Sägen ohne Werkstücksicherung
  • beim Arbeiten ohne persönliche Schutzausrüstung (mind. Sicherheitsschuhe)

Das Arbeiten mit Bohrmaschinen wird wegen der Verbreitung dieser Geräte hinsichtlich der Unfallgefahr oft unterschätzt. Besondere Gefährdungen sind gegeben, wenn

  • keine zweckentsprechenden oder unscharfe Bohrer verwendet werden
  • beim Bohren harter Materialien die Bohrstelle nicht angekörnt wird
  • beim Bohren (z.B. von Holz) mit zu großen Andruck gearbeitet wird.
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