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Holzwerkstätten - Gefährdungen

Ein kleiner Auszug der Gefährdungen im Arbeitsalltag eines Tischlers oder Holzmechanikers:

Die Gefahr von schweren Verletzungen durch schnelllaufende, rotierende Holzbearbeitungsmaschinen ist bei Arbeiten, wie z. B. dem Zuschnitt von Spanplatten im Möbelbau, sehr hoch.

Bei Montagearbeiten, die von Leitern und Gerüsten aus erfolgen, bestehen Gefährdungen durch falsche Anwendung der Arbeitsgeräte oder durch falsches Verhalten bei den Tätigkeiten. So führen z. B. Leiterunfälle zu schweren Verletzungen, die oft mit einer dauerhaften gesundheitlichen Beeinträchtigung einhergehen.

Oft unterschätzte Gefährdungen entstehen im Umgang mit Gefahrstoffen. Diese Gefährdungen sind nicht immer sofort offensichtlich. So ist z. B. Holzstaub von vielen Laubhölzern als krebserregend eingestuft. Zudem entstehen Gefährdungen ebenfalls z. B. bei der Oberflächenbearbeitung mit Lasuren und Lacken.

In vielen Werkstätten, wie z. B. in der Möbelindustrie, ist der Transport der Materialien unvermeidlich. Damit enstehen Gefährdungen durch Flurförderfahrzeuge der verschiedensten Bauart. In vielen Betrieben sind autonom fahrende Fahrzeuge oder Fahrten mit eingeschränkter Sicht alltäglich.

Holzwerkstätten - Maßnahmen

Da sich die Gefährdungen im Holzbearbeitungsbereich so vielfältig darstellen, muss auch bei den Maßnahmen kreativ gedacht werden.

Als Grundsatz bei der Gefährdungsbeurteilung für die Entwicklung von Maßnahmen gilt das T-O-P - Prinzip (Technik-Organisation-Personal). In dieser Reihenfolge sind die Maßnahmen zu entwickeln! Die größte Reichweite bzw. Wirkung haben technische Lösungen. Die geringsten Erfolge im Arbeitsschutz erreicht man mit personellen Maßnahmen.

Dabei stellen sich in den verschiedenen Bereichen  folgende Fragen:

Technik: Können die Gefährdungen durch den Einsatz von technischen Mitteln bzw. Veränderungen vermieden bzw. gemildert werden?
So z.B. durch die Verdeckung eines Sägeblatts.

Das Bild zeigt eine Schutzschiene, die die Messerwelle eines Abrichters abdeckt

Ein weiteres Beispiel für eine technische Lösung zum Verringern von Gefährdungen.
Der Brückenschutz einer Abrichthobelmaschine.

Organisation: Können die Gefährdungen durch Veränderungen der Arbeitsorganistion vermieden bzw. gemildert werden?
Z.B. durch die zeitliche Trennung von Gefahr und die Anwesenheit der Mitarbeiter.

Das Bild zeigt Anweisungen zum Verhalten im Brandfall.

Ein weiteres Beispiel wie man mit der richtigen Organisation Gefährdungen vermeiden kann, ist die Zuteilung von Sammelplätzen für die verschiedenen Räume und Hallen in großen Schulgebäuden.

Personenbezogene Maßnahmen: Durch welche persönliche Schutzausrüstung können die Mitarbeiter/Schüler geschützt werden und wie müssen sie sich bei den Tätigkeiten verhalten?

Das Bild zeigt einen Wandhalter mit Betriebsanweisungen.

Personenbezogene Maßnahmen umfassen zu einem Teil die persönlichen Schutzausrüstungen, wie z.B. Schutzhandschuhe oder Schutzbrille und zum anderen Teil die Verhaltensregeln beim Ausführen der Tätigkeiten. Um personenbezogene Maßnahmen umsetzen zu können, müssen Mitarbeiter und/oder Schüler anhand von Betriebsanweisungen unterwiesen werden.

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