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Persönliche Schutzausrüstung (PSA)

In Werkstätten des Berufsfelds Farbtechnik und Raumgestaltung wird trotz aller technischer und organisatorischer Möglichkeiten nie ganz auf eine wirksame persönliche Schutzausrüstung verzichtet werden können - wie auch auf den Baustellen und in den Werkstätten der betrieblichen Praxis....

Die Schule hat deshalb in dieser Frage eine herausgehobene Vorbildfunktion, denn es gibt zu viele Beispiele aus der betrieblichen Praxis, wo gerade auf persönliche Schutzmaßnahmen nicht geachtet wird!

Die Gründe hierfür sind:

  • Mangelnde Sensibilisierung für die Gefährdungen
  • Fehleinschätzungen ( gilt besonders für chemische Gefährdungen)
  • Schlichtweg Unkenntnis

Hier gilt besonders: Schule muß richtig vormachen und Richtiges lehren.

Persönliche Schutzausrüstung im Berufsbereich Farbtechnik und Raumgestaltung
Hautschutz Atemschutz Gehörschutz Augenschutz

Für allgemeine Informationen zur PSA sehen Sie auf dieser Website hier nach.

Hautschutz

Die Haut eines erwachenen Menschens ist ca 2m² groß und etwa 1 bis 4 mm dick. Sie ist nicht nur äußere Hülle, sondern erfüllt eine Reihe wichtiger Körperfunktionen.

Da Maler und Lackierer und besonders Fahrzeuglackierer mit besonderen Hautbelastungen zu rechnen haben, sollte ein Hautschutzplan aufgestellt werden. Schutzmaßnahmen sind am wirkungsvollsten, solange die Haut noch gesund ist.

Ein Hautschutzplan umfasst drei Stufen

  • 1. Hautschutz vor der Arbeit mit abgestimmten Salben und Cremes, welche eine starke Verschmutzung verhindern und damit später eine leichtere Reinigung ermöglichen. Richtig durchgeführter Hautschutz beruht nicht auf einer isolierenden Abdeckung der Haut, sondern auf dem Zusammenwirken von Struktur und Funktion der Haut mit der schützenden Salbe.
  • 2. Hautreinigung nach der Arbeit
    Hier gibt es verschiedene Materialien, die auf den jeweiligen Arbeitsprozess - Maler oder Fahrzeuglackierer - abgestimmt werden müssen.
  • 3. Hautpflege nach der Reinigung
    Durch diese Pflegemittel werden der Haut wichtige, verlorengegangene Feuchtigkeit und Fettstoffe wieder zugeführt. Hautpflege ist keine Schönheitskosmetik sondern eine wichtige Maßnahme, die Haut gesund zu halten.

Der sicherste Handschutz gegen organische Lösemittel sind allerding Schutzhandschuhe z.B. aus Nitrilkautschuk. (Und nicht etwa die völlig unzureichenden, weil zu durchlässigen Haushaltshandschuhe aus Latex. Diese sind nur für wasserlösliche Werkstoffe geeignet.)

Beim Arbeiten mit aggressiven Lösemitteln kann es sinnvoll sein, den langen Stulpen am Arm umzuschlagen, so dass keine Flüssigkeiten entlang des Handschuhs an den Unterarm gelangen können.

Nitrilhandschuhe ( ca, 4 Euro) sollten z.B. bei allen Reinigungsarbeiten mit organischen Lösemitteln getragen werden. Achtung: Gegen Methylenchloridbelastungen (CKW- Abbeizer) schützen dagegen vorübergehend. (ca. 150 Min) nur teure Handschuhe (ca. 20 Euro)aus Fluorkautschuk!

Handschuhe werden durch natürliches Schwitzen feucht, sie können durch Anhaftungen von Farben und Lacken verkleben.

So werden sie richtig gelagert!

Beachten Sie auch:

  • Löcherige Handschuhe sofort wegwerfen!
  • Handschuhe dürfen wegen der Einzugsgefahr nicht an schnelllaufenden Maschinen verwendet werden!

Für vertiefende Informationen zum Thema Hautschutz sehen Sie hier nach.
Fertige Hautschutzpläne zum Aushängen finden Sie bei den Herstellern der Hautschutzmittel.

Atemschutz

Ein PS 2 Filtermaske, wie sie in jeder Werkzeugkiste für Maler liegen sollte. Dieses weiße Partikelfilter aus Zellstofflagen filtert baustellenübliche Stäube sicher heraus.

Es schützt nicht gegen giftige Stäube wie sie z.B. beim Schleifen von Bleimennige entstehen und vor Gasen.

Alibis und wirksamer Atemschutz

Gasfilter Kennfarbe Braun, Filterklasse A1 oder A2 gegen organische Lösemittel außer CKW!!

Er enthält schwarze Aktivkohle als filternden Bestandteil. Diese Filter arbeiten immer! Sie sollten deshalb bei Nichtbenutzung in frischer Luft oder unter lösemittelfreier Atmosphäre gelagert werden.

Es ist auch möglich, diese Filter mit weißen Partikelfiltern zu kombinieren.

"Kaffeefilter" Ungeprüfte Grobstaubfiltermaske, die nicht einmal wirkungsvoll gegen Fegestaub schützt! Sie wird oft als Alibi eingesetzt.

Atemschutzschulungskoffer der Firma 3 M

Mit dieser PS 1 Maske darf gefegt werden. Für Schleifstäubeist sie zu grob.

Gehörschutz

Im Berufsbereich Farbtechnik und Raumgestaltung entsteht gehörschädigender Lärm z.B. beim

  • Bohren mit Bohrmaschinen und Schlagbohrgang
  • Schleifen mit dem Winkelschleifer (Metalle)
  • Schleifen mit lauten Bandschleifmaschinen
  • Tackern mit Drucklufttackern

Bei diesen Tätigkeiten muß Gehörschutz getragen werden. Das gilt auch für benachbarte Arbeitsplätze.

Weil Gehörschutzkapseln meist nur an stationären Maschinen verwendet werden, gehören Gehörschutzstöpsel zur PSA in den Werkstätten des Berufsbereichs.

Gehörschäden sind irreparabel.

Augenschutz

Im Berufsbereich Farbtechnik und Raumgestaltung ist das Tragen einer Schutzbrille z.B. beim

  • Überkopfbeschichten
  • Winkelschleiferschleifen
  • Abbeizen

sinnvoll. Eine normale Brille genügt meist nicht. Richtige Schutzbrillen haben splitterfreie Gläser und halten Stoßbelastungen aus.

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