Logo zeigt ein stilisiertes Auge mit vier farbigen WimpernLogo zeigt ein stilisiertes Auge mit vier farbigen WimpernArbeitsschutz und Gesundheitsmanagement in Schulen und Studienseminaren

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Mechanische Gefährdungen in der Lehrküche

Die Auswirkungen mechanischer Gefährdungen sind zwar sofort sichtbar (Blut, blaue Flecken) und sofort spürbar (Schmerzen) , aber allein diese Erfahrungen schützen nicht vor ihnen...

Nur gute, ergonomisch gestaltete Werkzeuge und Maschinen, geprüfte Geräte sowie eigenes, sicheres Verhalten und Fachkenntnis sind Voraussetzungen für ein sicheres Arbeiten.

Beim Umgang mit Messern entstehen Gefährdungen,

  • wenn keine Einweisung in die richtige Handhabung und Auswahl der unterschiedlichen Messer erfolgt ist,
  • wenn Messer verwendet werden, deren Griffe nicht ergonomisch geformt sind,

    • deren Griffe nicht bündig mit der Klinge verarbeitet sind,
    • deren Klingen nicht aus hochwertigem Edelstahl bestehen,
    • deren Klingen sich dauerhaft verbiegen lassen,
    • deren Klingen ohne Kropf geschmiedet sind und man abrutschen kann,

("gute" Messer bleiben auch nicht auf dem Rücken liegen!)

  • wenn die Messer nicht z.B. in einer Magnetleiste gelagert werden,
  • wenn die Messer unsachgemäß transportiert werden,
  • wenn die Transportwege unnötig lang sind,
  • wenn stumpfe Messer verwendet werden, die höheren Kraftaufwand erfordern,
  • wenn falsch gewetzt wird,
  • wenn mit Kochmessern ohne Unterlage geschnitten wird,
  • wenn falsche Schneidetechniken angewendet werden,
  • wenn Messer mit fettigen, nassen Händen geführt werden,
  • wenn Messer "auf dem Rücken" liegengelassen werden,
  • wenn Messer im Schneideabfall liegengelassen werden,
  • wenn Messer in Spülmaschinen gereinigt werden (Verletzungsgefahr beim Entnehmen),

Weitere mechanische Gefährdungen entstehen,

  • wenn die Benutzer nicht in die Handhabung der Maschinen und Geräte eingewiesen werden,
  • wenn Geräte und Maschinen nicht bestimmungsgemäß eingesetzt werden,
  • wenn Schmuckstücke oder Armbanduhren getragen werden, die die Einzugsgefahr an Maschinen erhöhen,
  • wenn die Bewegungsfreiheit beim Arbeiten an Maschinen nicht gegeben ist,
  • wenn nicht jedes Gerät und jede Maschine einzeln geprüft wird, ob man unbeabsichtigt in Gefahrenstellen gelangen kann und sich verletzen könnte, (z.B. Sicherheitsschalter, Schutzeinrichtungen)
  • wenn Glas und Blechdosen nicht getrennt vom Restmüll entsorgt werden,
  • wenn keine praktischen Ordnungshilfen vorhanden sind, die den Arbeitsablauf behindern,
  • wenn die Verkehrswege nicht frei sind,
  • wenn der Abstand zwischen den Arbeitsplätzen zu gering ist,
  • wenn Transportmittel überladen werden,
  • wenn Stolperfalle nicht sofort beseitigt werden,
  • wenn Schubladen nicht gegen Herausrutschen gesichert sind,
  • wenn Schranktüren geöffnet bleiben,
  • wenn die Ecken der Einbauteile nicht gerundet sind,

  • wenn kein rutschhemmender Bodenbelag verlegt ist,
  • wenn falsches Schuhwerk getragen wird,
  • wenn Verschmutzungen auf dem Boden nicht sofort beseitigt werden,
  • wenn keine rückenschonenden Maßnahmen getroffen werden können,
  • wenn Zwangshaltungen eingenommen werden müssen,

siehe auch: Rückenschutz

  • wenn Maschinen verwendet werden, die nicht den aktuellen Sicherheitsanforderungen genügen, (hier: Einzugsgefahr, diese Bügelmaschine stellt sich nicht sofort automatisch ab)
  • Der Maschinenersatz: Sicherung gegen Einzug der Hände
  • wenn Aufstieghilfen nicht sicher aufgestellt werden und die Höchstbelastung überschritten wird,
  • wenn kein kleiner Verbandskasten nach DIN im Lehrraum vorhanden ist,

Siehe auch: Erste Hilfe

  • wenn keine Disziplin und gegenseitige Rücksichtnahme beim Arbeiten gegeben sind und sich die Schülerinnen und Schüler gegenseitig behindern.

(Vorbildliches Team in dieser Klasse!)

  • wenn kein Telefonanschluß mit Notrufnummern erreichbar ist

Text: Vergleiche GUV-SI 8042 (GUV 57.1.30.7) Sicherheit im Unterricht, Lebensmittel- und Textilverarbeitung, Ein Handbuch für Lehrkräfte

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