Logo zeigt ein stilisiertes Auge mit vier farbigen WimpernLogo zeigt ein stilisiertes Auge mit vier farbigen WimpernArbeitsschutz und Gesundheitsmanagement in Schulen und Studienseminaren

Logo des Niedersächsischen Kultusministeriums
Hauptnavigation
Schriftgröße:   A A A
Farbkontrast:   A A
Untermenü

Maßnahmen - Dachdeckung/ Gerüste/ Leitern

1. Arbeitsplatzeinrichtung

  • Je nach Tätigkeiten, Dachneigungen und Deckungsmaterialien sind die Arbeitsplätze auf dem Dach zu sichern.

  • Lose Teile müssen von Gerüstbelägen umgehend entfernt werden.

  • Für die Bearbeitung von Dachdeckungsmaterialien immer einen sicheren Standplatz einrichten.

2. Maschinen, Material

  • Möglichst Trennschleifmaschinen mit direkter Absaugung verwenden.

  • Drehzahl der Trennschleifmaschine mit Umdrehungszahl der Trennscheibe vergleichen. Sie darf nicht höher sein.

  • Zum Aufspannen nur zur Maschine gehörende Spannflansche verwenden und mit Spezialschlüssel aufspannen/wechseln.

  • Einen Probelauf durchführen.

  • Trennscheibe nicht zum Seitenschleifen verwenden.

  • Eine Schutzbrille und einen Gehörschutz verwenden.

  • Nur Maschinen mit Schutzhaube verwenden.
  • Qualität mind. Sortierklasse S10: Schnittholz mit üblicher Tragfähigkeit (früher GK II).

  • Je nach Sparrenabstand die Querschnitte der Dachlatten beachten.

  • Für das Arbeiten auf Dachlatten ist kein besonderer Arbeitsplatz erforderlich.

3. Arbeitsgerüste

Bockgerüste sind aufgrund ihrer Einfachheit oft verwendete Gerüste in der Schule. Der Abstand der Böcke und die Auswahl der Gerüstbohlen richten sich nach der Belastung. Der Aufsteller muss also in der Lage sein, die entsprechenden Vorschriften anzuwenden.

  1. Maurerarbeiten = Gerüstgruppe 5 bzw.6

  2. Gerüstbohlen vor Ort messen

  3. Bockabstände ausrichten

  4. Mind. Belagbreite auslegen

  • Den Gerüstzugang nur über Anlegeleitern.

  • Die Belastung und Aussteifung von Gerüstböcken nach Herstellerangabe.

  • Bei Gerüstböcken aus Stahl nur Original-Absteckdorne verwenden. Keine Nägel.

  • Die Gerüstböcke nur auf sicherer Unterlage aufstellen.

  • Die Belagstärke nach Gerüstgruppe und Bockabstand auswählen.

  • Der Belag darf nicht wippen oder ausweichen. Er darf nicht mehr als 0,30 m über das letzte Auflager hinausragen.

  • Eine Bohlenüberlappung von mind. 30 cm einhalten.

  • Bei Materiallagerung einen mindestens 20 cm freien Durchgang einhalten.

  • Die Gerüste mit Belaghöhen von mehr als 2,00 m nach Aufbau- und Verwendungsanleitung verstreben.

  • Seitenschutz aus Geländerholm, Zwischenholm und Bordbrett vorsehen, wenn der Gerüstbelag mehr als 2,00 m über dem Boden liegt.

4. Leitern
Mehr als ein Drittel aller Absturzunfälle in der Bauwirtschaft ereignen sich beim Umgang mit Leitern.


  • Keine schadhaften Leitern verwenden.

  • Leitern nicht reparieren sondern austauschen.

  • Keine deckenden Anstriche verwenden.

  • Den Anstellwinkelbereich von 65° - 75° einhalten.

  • Die Leiter mindestens 1 m über der Austrittsstelle herausragen lassen.

  • Die Leiter gegen Einsinken, Kippen und Wegrutschen sichern.

  • Nur Stehleitern verwenden, die fest angebrachte Spreizsicherungen haben.

  • Die Stehleiter nicht wie Anlegeleitern benutzen.

5. Arbeitsplatz Anlegeleitern

Anlegeleitern dürfen als Arbeitsplatz verwendet werden, wenn

  • der Standplatz auf der Leiter nicht höher als 7,00 m über der Aufstellfläche liegt.

  • bei einem Standplatz von mehr als 2,00 m Höhe nur Arbeiten geringen Umfanges ausgeführt werden.

  • das Gewicht des mitzuführenden Werkzeuges und Materials 10 kg nicht überschreitet.

  • keine Gegenstände mit einer Windangriffsfläche von mehr als 1,00 m2 mitgeführt werden.

  • keine Stoffe oder Geräte benutzt werden, von denen für die Versicherten zusätzliche Gefahren ausgehen.

  • Arbeiten ausgeführt werden, die keinen größeren Kraftaufwand erfordern, als den, der zum Kippen der Leiter ausreicht.

  • die Person mit beiden Füßen auf der Leiter steht.
zum Seitenanfang
zum Seitenanfang