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Gefährdungen im Tief- und Straßenbau

Erde ist viel schwerer als man denkt. Ein Kubikmeter wiegt etwa 2 Tonnen Beim unsachgemäßen Anlegen von Böschungen und Nichtbeachtung besonderer Einflüsse auf ihre Standsicherheit besteht Verschüttungsgefahr. Für Tiefbauarbeiten ergeben sich zwei Schwerpunktthemen:

1. Aushub und Sicherung von Gräben

Baugrube mit fertiger Sohlplatte und geschlossener Wasserhaltung.

Die Verschüttungsgefahr wird erhöht bei

  • zu steilen Böschungen,
  • durchfeuchteten Böschungen,
  • belasteten Randbereichen,
  • Erschütterungen der Randbereiche,
  • Aushub von Sand-, Kies- und Mutterböden.
Fertig verlegte PVC- Rohrleitung im Rohrgraben.

Die Stolper- und Sturzgefahr wird erhöht durch

  • falsche Lagerung von Materialien wie Pflastersteine, Kantensteine usw.,
  • falsche Lagerung von Werkzeugen,
  • falsche Lagerung von Bodenaushub,
  • fehlende oder unzureichende Sicherung der Gräben,
  • das Überspringen der Gräben.

2. Verdichtungsarbeiten

Beim unsachgemäßen Umgang mit Rüttelplatten, insbesondere beim Starten mit der Handkurbel bestehen Verletzungsgefahren.

Bei Neuanschaffungen möglichst revisierbare Rüttelplatten (Vor- und Rücklauf) bevorzugen, um Verletzungs- und Gesundheitsgefahren zu minimieren.

Gefahren beim Verdichten entstehen durch

  • die unsachgemäße Handhabung der Maschinen und Geräte,
  • fehlende oder schadhafte Sicherheitseinrichtungen der Maschinen,
  • Quetschungen und Verrenkungen beim Anlassen der Maschinen mit dem Zugband oder der Handkurbel,
  • Quetschungen und Verhebungen beim Verladen der Maschinen,
  • Verbrennungen an heißen, nicht geschützten Maschinenteilen,
  • durch das Einatmen der Maschinenabgase,
  • durch Vibrationen der Verdichtungsmaschinen.

 

 

Maßnahmen im Straßen- und Tiefbau


1 Aushub und Sicherung von Gräben

  • Baugruben und Gräben dürfen erst betreten werden, wenn die Standsicherheit der Grabenwände sichergestellt ist.

  • Senkrechte Wände dürfen ohne weitere Verbaumaßnahme bis zu einer Tiefe von 1,25 m hergestellt werden.

  • Bei ungünstigen Bodenverhältnissen und einer erhöhten Neigung des Geländes müssen Gräben schon bei geringeren Tiefen als 1,25 m eine Böschung erhalten oder mit einem Verhau versehen werden.

  • Die Festlegung des Böschungswinkels für Gräben ohne besondere Einflüsse nach DIN 4124 für nichtbindige bzw. weiche bindige Böden 45°, steife bindige Böden 60°.

  • An Gräben sind Schutzstreifen von mindestens 0,60 m Breite einzurichten. Diese sind von Aushubmaterial und Gegenständen freizuhalten.

  • Bei Gräben bis zu einer Tiefe von 0,80 m kann auf einer Seite der Schutzstreifen entfallen.

  • Beim Aushub sind freigelegte Findlinge, Bauwerksreste, Bordsteine, Pflastersteine und dergleichen sofort zu beseitigen.

  • Die Grabenwände dürfen beim Aushub nicht unterhöhlt werden. Entstandene Überhänge sind sofort abzutragen.

  • Den Zufluß von Oberflächenwasser verhindern.

  • Die Böschungen nicht unterhöhlen.

  • Regelmäßige Überprüfung des Böschungzustandes.

  • Die Gräben mit Übergängen versehen.

2 Verdichtungsarbeiten

  • Beim Gebrauch von Flächenrüttlern in Werkhallen für eine sehr gute Belüftung sorgen oder auf Elektrogeräte zurückgreifen.
  • Die Verdichtungsmaschinen müssen vor Inbetriebnahme in Augenschein genommen werden. Zudem muss jährlich eine protokollierte UVV Prüfung durch eine sachkundige Person durchgeführt werden.
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